(ms/ea) – Am Samstag wurde der Limespark feierlich eröffnet als „Ort mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten für alle Generationen, der Gemeinschaft, Bewegung und Entspannung miteinander verbindet und dabei die historische Bedeutung Erlensees am römischen Limes würdigt“, wie Bürgermeister Stefan Erb in seinem Grußwort betonte.
Die Planungen für den zunächst als Bürgerpark titulierten Park begannen im Jahr 2016 parallel mit der Diskussion der Bebauungspläne für das Gelände des ehemaligen Festplatzes und für Teile des ehemaligen Sportzentrums. Die von Landschaftsarchitektin Anette Schött gemeinsam mit dem Leiter des Fachdienstes Stadtservice und Umwelt, Andreas Amberg, entwickelten Ideen für einen generationenübergreifenden Park und der Entstehung einer Natur-KiTa wurden von der Stadtverordnetenversammlung am 29. Juni 2020 gebilligt.
Erlensee Aktuell berichtete damals zu diesem Punkt: …Ebenso einigte man sich mit zwei Enthaltungen, den ersten Abschnitt des neuen Bürgerparks auf den Weg zu bringen, der zu 200.000 Euro aus dem Haushalt und zu 100.000 Euro vom Treuhandkonto des Entwicklungsprojekts Neue Mitte II finanziert wird. Das insgesamt 2 Mio. Euro teure Projekt soll in insgesamt 5 Abschnitten entstehen, wobei jeder Abschnitt in sich funktioniert, sodass es weder zu einer Dauerbaustelle kommt, noch zu einem unvollendeten Bau im Falle eines Abbruchs. Gegen Kritik aus den Reihen der Stadtverordneten, in Zeiten von Corona ein solches Projekt auf den Weg zu bringen, entgegnete Stefan Erb: „Als öffentliche Hand sind wir gehalten, gerade dann, wenn es der Wirtschaft schlecht geht, zu investieren. Das ist eine ganz klare Aussage, die sich auch in allen Förderprogrammen der Bundesregierung oder des Landes Hessen wiederfindet. Das ist die Aufforderung an uns, genau an solchen Plänen festzuhalten, weil wir hier ein wesentlicher Motor für die Wirtschaft sind. Wenn es aber dann halt nicht geht und dann geht es nicht“, sagte Erb weiter. Genau deswegen habe man sich entschieden den Bürgerpark langsam wachsen zu lassen…
Die geplanten fünf Bauabschnitte wurden nacheinander verwirklicht, die geplanten Kosten von rund 2,1 Mio Euro eingehalten. „Der Limespark ist gewachsen wie ein guter Garten“, so Bürgermeister Stefan Erb. Er werde wohl nie aufhören zu wachsen, von vielen Bürgerinnen und Bürgern gebe es bereits weitere Ideen und Wünsche. Vorgesehen sei bereits die Installation zweier Trinkbrunnen und ein Platz für ein Cafe sei ebenfalls vorhanden, nur ein Betreiber fehle noch.
Weiter führte der Bürgermeister aus, dass der Name Limespark ausgewählt wurde, verdeutliche die Bedeutung des Ortes als Ort der Geschichte, da dort schließlich der Limes verlaufe.
Die Namensgebung liegt allerdings auch am Verlauf einer Sitzung des Bauausschusses begründet, in der die „aufregende“ Diskussion um „Bürgerpark, Bürgerinnen- und Bürgerpark, Bürger*innen Park von Bürgermeister Stefan Erb mit dem Vorschlag „Limespark“ in einem gemeinsamen Konsens schließlich zielführend beendet werden konnte.
Einen großen Dank sprach er den politischen Gremien und von der Verwaltung Andreas Amberg und Iris Mattis, Landschaftsarchitektin Anette Schütt sowie allen Beteiligten für die Planungen und Realisierung des Limesparks aus, der „ein Stück Heimat im Grünen ist und ein Ort, der für unsere Stadt eine ganz neue Qualität schafft“.
Kreisbeigeordneter Jannik Marquart sprach in seinem Grußwort von einer großartigen Arbeit, die hier geleistet worden sei. Auch sei es keine Selbstverständlichkeit, bei einem solchen Projekt im geplanten Kostenrahmen zu bleiben. Man sehe es, dass der Begriff „Generationenpark“ hier keine leere Worthülse sei sondern wirklich gelebt werde.
Landschaftsarchitektin Anette Schött betonte, dass das Projekt eines der schönsten in ihrer Laufbahn sei und sprach allen für das gemeinsame Agieren ein großes Dankeschön aus. Sie betonte auch, wie das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigt worden sei: Neben der Installation von Solarleuchten und der Verwendung von Natursteinen seien klimaresiliente Pflanzen gesetzt worden. Außerdem versickere das Oberflächenwasser vollständig.
Eine regelmäßige Pflege sei entscheidend bei der Erhaltung der Schönheit des Limesparks. Hier seien auch Bürger gefordert, sich entsprechend einzubringen. Sinnbildlich dafür übergab sie Spaten und Schaufel.
Beim anschließenden Fest sorgte sowohl ein Foodtruck und ein Eiswagen als auch die Musik von „Southern Taste“ auf der Bühne für gute Laune.
Außerdem informierten vor Ort:
• der Ausländerbeirat
• die Boulegruppe
• das Fördernetzwerk heimischer Pflanzen und Insektenvielfalt
• die Gemeinwesenarbeit
• der Verein Demokratie gemeinsam leben Erlensee/Rodenbach
• die Stadtgesellschafter
Im 28.100 m² großen komplett barrierefreien Limespark gibt es unter anderem:
• eine Natur-KiTa
• eine Skateanlage
• eine Graffitimauer
• einen Spielbereich für Kleinkinder
• 2 Boulebahnen
• Seniorenfitnessgeräte
• eine Hundewiese
• einen Basketballcourt
• einen Bolzplatz
• bequeme Sitzgelegenheiten und Liegebänke für die kleine Pause zwischendurch und unzählige neue Pflanzen und Staudenbeete, die auch Insekten und Vögeln ein Zuhause bieten
• ein Kunstwerk aus dem alten Rathausbrunnen
• ein Atrium mit Hochbeeten für die Essbare Stadt
• Platz für ein eventuell zukünftiges Café
Impressionen von der Eröffnungsfeier




Auf dem Titelfoto (v.l.): Iris Mattis (Fachdienstleiterin Tief- und Straßenbau), Andreas Amberg (Leiter Stadtservice und Umwelt), Bürgermeister Stefan Erb, Landschaftsarchitektin Anette Schött und Kreisbeigeordneter Jannik Marquart
Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld
