Leserbrief: „Doch keine neue Fraktion“

CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Pabst hat in seinem Leserbrief die Pressemitteilung der Freien Wähler Erlensee kommentiert.

Das Erlenseer Parlament hat anscheinend in der Sommerpause ohne Wahl eine neue Fraktion bekommen. Anders ist die Mitteilung der „Freie-Wähler-Erlensee-Gruppierung“ nicht zu verstehen.

Bisher gibt es im Parlament in Erlensee keine Fraktion der „Freien Wähler“. Es gibt nur den fraktionslosen Stadtverordneten Sascha Schneider.

Sascha Schneider war über das Wahlverzeichnis der CDU gewählt und hat nun, neun Monate vor der nächsten Wahl, die CDU als Partei und die CDU-Fraktion verlassen. Er hat sein Mandat nicht an die CDU zurückgegeben, sondern behalten, und ist damit fraktionsloser Stadtverordneter bis März 2026, dem Ende dieser Legislaturperiode.

Die „Freien Wähler“, denen er sich anscheinend angeschlossen hat, können 2026 dann zur Wahl antreten, und wenn sie gewählt werden würden, könnten sie dann im Parlament eine Fraktion der „Freien Wähler“ bilden. Bis dahin haben wir lediglich immer nur den fraktionslosen Stadtverordneten Sascha Schneider.

Die Kostenanfrage für die „Erlenseer Kulturnächte“ hatte Sascha Schneider schon vor der Sommerpause, noch als CDU-Stadtverordneter, gestellt, und sie beantwortet bekommen, mit der Maßgabe, dass entgültige Zahlen erst nach der letzten Veranstaltung, nämlich der Lesung durch Frau Michelsen, vorliegen.

Ich habe allerdings hierzu eine Anmerkung, die dringend notwendig ist durch mehrere Punkte, die aus der Pressemitteilung hervorgehen:

Die Stadt Erlensee hat zur Zeit etwas über 16.000 Einwohner. Und sie kann immer nur Angebote für alle Einwohner anbieten, ohne, dass die Einwohner diese auch wahrnehmen müssen. Die Stadt bietet alles für Eltern in Bezug auf Kita und Hort an. Allerdings haben nicht alle Einwohner Kinder, die dies wahrnehmen, aber alle Einwohner bezahlen mit ihren Steuern für Kitas und Hort mit.

Die Stadt hat eine Bücherei, die von ca. 1.500 Einwohnern, davon auch nachweislich viele Auswärtige, jährlich in Anspruch genommen wird und sie muss dafür ca. 270.000 € im Jahr aufwenden.

Das viel zitierte Schwimmbad hatte einen Unkostenbedarf von 3 Mio € jährlich. Auch diese Einrichtung hätte sowohl, wie die Bücherei, als auch die „Kulturnächte“ keinerlei Zuschüsse nötig gehabt, wenn alle Einwohner dieser Stadt das Angebot in Anspruch genommen hätten.

Aber jeder einzelne Einwohner ist und bleibt ein Individuum und nimmt nur das wahr von all den Angeboten, egal ob Kultur, Schwimmen oder Lesen oder, oder, oder, was für ihn in Frage kommt.

Alle Einwohner einer Stadt ergeben eine Solidargemeinschaft, um damit das Wohl und Wehe einer Stadt, unabhängig davon, ob der Einzelne etwas davon hat oder betroffen ist, aufrecht zu erhalten.

Alle Anmerkungen, die darüber hinaus aus der Pressemitteilung hervorgehen, sind „heiße Luft“, da es sich nur um sehr weit vorgeholten Wahlkampf handelt, auf den wir dann Alle im nächsten Jahr gespannt sein werden, denn zur Zeit werden wir durch den Bürgermeisterwahlkampf schon genug mit Versprechungen konfrontiert.

 

Horst Pabst
Erlensee

 

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