(pm/ea) – Die FREIEN WÄHLER Erlensee fordern eine umfassende Aufklärung über die finanziellen und organisatorischen Hintergründe der Erlenseer Kulturnächte 2025. Stadtverordneter Sascha Schneider hat dazu eine detaillierte Anfrage an Bürgermeister Stefan Erb gerichtet, wie in einer Pressemitteilung berichtet wird.
Darin heißt es weiter:
Die Beantwortung der Anfrage wird zur kommenden Stadtverordnetenversammlung sowohl schriftlich als auch mündlich erwartet.
Bereits am ersten Infostand der FREIEN WÄHLER Erlensee wurde das Thema von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern angesprochen – die Nachfrage nach Transparenz und einer kritischen Prüfung der städtischen Ausgaben ist deutlich.
Sascha Schneider kritisiert insbesondere die grundsätzliche Ausrichtung der Veranstaltung: „Die Kulturnächte wurden erst im vergangenen Jahr eingeführt und stellen ein klassisches Beispiel für ein Prestige- oder Hobbyprojekt dar – mit erheblichem Mitteleinsatz, aber einer sehr begrenzten Zielgruppe.“ In beiden Jahren habe sich die Veranstaltung auf einen kleinen, festen Personenkreis konzentriert und sei damit kaum geeignet, einen spürbaren Mehrwert für die gesamte Stadtgesellschaft zu schaffen.
In seiner Anfrage fordert Sascha Schneider eine detaillierte Aufschlüsselung der bisherigen Ausgaben – darunter Künstlerhonorare, Technik, Werbung, Sachkosten sowie alle in der Stadtverwaltung angefallenen internen Kosten. Dazu zählen insbesondere der Personalaufwand für Planung, Organisation und Durchführung, Leistungen durch städtische Einrichtungen (z. B. Bauhof, IT, Kommunikation) sowie die Angabe, unter welchen Haushaltstiteln diese Kosten verbucht wurden. Auch soll offengelegt werden, wie der zeitliche Aufwand der Mitarbeiter erfasst und mit welchem Stundensatz kalkuliert wurde.
Darüber hinaus werden sämtliche Einnahmen – etwa aus Eintrittsgeldern, Sponsoring, Fördermitteln oder Gastronomiebeteiligungen – sowie eine tabellarische Übersicht aller Einzelveranstaltungen mit Besucherzahlen, Erlösen und Kosten gefordert.
„Wir müssen unsere freiwilligen Leistungen kritisch hinterfragen und dort investieren, wo alle Bürgerinnen und Bürger etwas davon haben“, betont Sascha Schneider weiter. Einrichtungen wie die Stadtbücherei oder das derzeit stillgelegte Hallenbad stünden allen Altersgruppen offen und seien echte Orte der Begegnung – im Gegensatz zu punktuellen Kulturangeboten für eine eingeschränkte Zielgruppe.
Dabei betonen die FREIEN WÄHLER Erlensee ausdrücklich, dass sie kulturelle Veranstaltungen nicht grundsätzlich ablehnen. „Kultur ist wichtig für das Leben in unserer Stadt. Doch Format, Größe und finanzieller Rahmen der Kulturnächte passen nicht zu den Gegebenheiten in Erlensee“, erklärt Sascha Schneider. „Gerade in finanziell angespannten Zeiten müssen Pflichtaufgaben und sinnvolle freiwillige Leistungen Vorrang haben.“
Um dennoch ein vielfältiges kulturelles Leben in Erlensee zu ermöglichen, werden die FREIEN WÄHLER Erlensee ein Konzept erarbeiten, das kulturelle Veranstaltungen auf einer möglichst kostenneutralen Basis ermöglicht. Dabei sollen örtliche Vereine, Institutionen und ehrenamtlich Engagierte aktiv eingebunden und gezielt unterstützt werden. Ziel ist es, Kulturangebote aus der Mitte der Stadtgesellschaft heraus zu fördern – effizient, breit aufgestellt und für alle zugänglich.
„Die FREIEN WÄHLER Erlensee setzen sich für eine ehrliche Bilanz, transparente Haushaltsführung und eine klare Ausrichtung kommunaler Angebote am Gemeinwohl ein“, so abschließend Sascha Schneider in der Pressemitteilung.
