Automobilclub Kinzigtal Erlensee e.V. im ADAC bei der ADAC Heidelberg Historic 2025

(pm/ea) – Die ADAC Heidelberg Historic 2025 (3.–5. Juli) zählt zu den bedeutendsten Oldtimer-Rallyes in Deutschland und lockte auch in ihrer 29. Auflage ein international besetztes Teilnehmerfeld an.

Über 180 historische Automobile aus dem In- und Ausland rollten durch Nordbaden. Als FIVA Premier Event genießt die Rallye weltweites Ansehen. Ähnlich wie die legendäre Mille Miglia in Italien wird sie vom Oldtimer-Weltverband als Top-Veranstaltung geführt. Start und Ziel lagen traditionell am Technik Museum Sinsheim, wo die Fahrzeuge vorab durch die DEKRA abgenommen und dem Publikum präsentiert wurden. Danach ging es auf zwei Tagesetappen mit insgesamt 510 Kilometer quer durch malerische Regionen wie Kraichgau, Odenwald und Kurpfalz.

Nicht Tempo, sondern Gleichmäßigkeit war gefragt: 17 Wertungsprüfungen (WPs) mit Sollzeiten und Lichtschranken forderten höchste Präzision bei max. 50 km/h. Die Strecke bot den Teams besondere Highlights: In Spechbach wurde der legendäre Stadtrundkurs mit Spitzkehre im Monte-Carlo-Stil absolviert; mehrere Wertungsprüfungen führten flott durch die Weinberge und auch das Porsche Experience Center am Hockenheimring war wieder mit dabei – sehr zur Freude der Oldtimer-Enthusiasten.

Für den Automobilclub Kinzigtal Erlensee e.V. im ADAC waren zwei Teams am Start, mit klaren Zielvorgaben: Michael Hahn/Margret Hahn peilten eine Top-100-Platzierung an, Bernd Schneider/Nicole Oehm-Schneider wollten unter die Top 10.

Bernd Schneider mit dem Ford Mustang Convertible des Teams BSSE GmbH / AC Kinzigtal

Team Schneider/Oehm-Schneider (Ford Mustang, Bj. 1966) erwischte einen nahezu perfekten Lauf. Nach dem ersten Tag lagen sie auf Gesamtrang 4. In WP7 durch die Weinberge bei Dielheim unterbot kein anderes Team ihre Sollzeit-Abweichung von nur 0,13 Sekunden bei 4 Zeitnahmen – absolute Bestzeit im gesamten Feld. Auch am zweiten Tag hielten sie den Schnitt: keine groben Patzer, nur minimale Zehntelabweichungen, aber doch ein paar mehr wie am Vortag. Das Resultat: 9. Platz in der Gesamtwertung. In der Klassenwertung F2 (Fahrzeuge 1966–1970) bedeutete das Platz 2 von 40 Teilnehmern. Lediglich ein Triumph TR4A war noch präziser. Außerdem trugen Schneider/Oehm-Schneider als Mitglieder der Mannschaft „Die glorreichen 5“ zum ungefährdeten Sieg in der Teamwertung bei. Mit dieser Platzierung sicherten sich Bernd Schneider und Nicole Oehm-Schneider auch einen Startplatz im vorderen Starterfeld für 2026, da diese den Top 20 Teams des Vorjahres vorbehalten sind.

Team Hahn/Hahn (Mercedes 280 SL, Bj. 1968) hatte Pech mit der Technik. Kurz vor dem Start fiel ihr elektronischer Wegstreckenzähler aus – ein wichtiger Helfer für die exakte Navigation. Ohne dieses Gerät mussten Hahn/Hahn improvisieren und nur nach dem Tageskilometerzähler fahren. Das rächte sich in der ersten Prüfung am zweiten Tag: Ein Navigationsfehler kostete sie satte 35 Strafsekunden, was sie im Klassement weit zurückwarf. Trotzdem bewältigte das Ehepaar alle weiteren WPs solide und erreichte als 109. das Ziel. Ihr angestrebtes Top-100-Ergebnis verfehlten sie somit knapp.

Den Gesamtsieg bei der ADAC Heidelberg Historic 2025 sicherten sich Roland und Vera Wittmann auf einem Alfa Romeo Giulietta Sprint (Bj. 1959). Auf Rang zwei folgte das tschechische Team Milos Kaspar / Marie Janak mit einem MG TD (Bj. 1950). Den dritten Platz belegten Stefan und Sabine Kunze auf einem BMW 1802 (Bj. 1975).

 

Auf dem Titelfoto: Michael und Margret Hahn mit Ihrem Mercedes 280 SL bei der Zielankunft am Technik Museum Sinsheim

Fotos: privat

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