(pm/ea) – „Wie das Sonnenlicht am Morgen auch durch trübe Wolken bricht, so und nicht von ungefähr kommt von Gott die Hilfe her!“ – Der Liedruf passte genau zu Wetter und Stimmung, als bei Vogelgezwitscher und durchbrechender Sonne – unter freiem Himmel – Dechant Andreas Weber die Messfeier am Musikpavillon vor dem Kurhaus in Wilhelmsbad am Hochfest Christi Himmelfahrt zelebrierte.
Zuversichtlich und fröhlich sprach Weber besonders die jungen Familien und Jugendlichen an und deutete das Motto des aktuelle Heiligen Jahres 2025 „Pilger der Hoffnung“ auf das Unterwegssein des modernen Menschen hin. „Pilgern macht deutlich, dass wir zu einem Ziel unterwegs sind, das von der Hoffnung getragen ist.“ – Dechant Weber deutete die vielen Hoffnungen der Menschen als Kraftquelle für das Leben. „Unsere Hoffnung ist in Gott begründet und stirbt niemals. Sie wird erfüllt in einer ganz neuen Dimension. Sie ragt über den kleinen innerweltlichen Bereich hinaus. Denn durch die Himmelfahrt Jesu, 40 Tage nach seiner Auferstehung, ist für jeden von uns ein großes Lebensziel gegeben. Auch unser Ziel ist der Himmel. Diese Hoffnung stirbt eben nicht, sondern wird erfüllt: Zu allen Zeiten haben Menschen im Bewusstsein dieses Zieles, auf der Erde Wesentliches bewirkt.“ Im Hinblick auf die zahlreich anwesenden Väter meinte ein Schüler: „Eigentlich ist Christi Himmelfahrt auch deshalb Vatertag, weil Jesus ja zu seinem Vater im Himmel zurück geht und von dort aus doch nah bei uns ist!“ –
Im Anschluss „wallte“ die große Schar der Gläubigen – mehrere hundert waren dabei – in einer Bittprozession mit Gebeten, Gesang, Fahnen und Weihrauch und vielen Messdienern zur St. Elisabeth-Kirche nach Kesselstadt – darunter junge Familien mit Kinderwagen, Rädern, Inlinern, Wave-Boards und Rollern. Auch ältere Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen waren dabei – Jung und Alt in Bewegung als „Pilger der Hoffnung“.

An vier Stationen wurden dabei Evangelientexte gelesen, Fürbitten für die Anliegen der zusammenwachsenden Pfarreien, der Stadt Hanau und ihrer Bewohner, aber auch für andere aktuelle Anliegen des Landes und dieser Welt – mit allen Gläubigen wurde für den Frieden in der Ukraine, im Heiligen Land und im Gaza-Streifen gebetet und der Segen in die vier Himmelsrichtungen gespendet.
Musikalisch wirkten an Orgel und Violine Klaus Klisch und Franz Mende, die Schola und der Kirchenchor St. Elisabeth unter Leitung von Kantor Dr. Krystian Skoczowski mit. Ein Dank ging auch an die Sanitäter der Malteser-Hilfsdienstes aus Hasselroth und die Hanauer Stadt-Polizei als Freund und Helfer mit sieben Polizeifahrzeugen bei der Sicherung des Prozessionsweges.
Traditionell endete diese „Wallfahrt“ nach dem Schlusssegen mit einem zünftigen Familienfest mit Wallwurst, Kaffee und Kuchen und jeder Menge guter Laune. „Eigentlich ein himmlischer Gott-Vater-Tag!“, meinte einer der Besucher.
Mittlerweile ist der so begangene Christi Himmelfahrtstag zu einer festen Größe im kirchlichen Leben der umliegenden katholischen Kirchorte, aber auch von zahlreichen Gläubigen aus Maintal, Bruchköbel und der Umgebung geworden und wird von mehreren hundert Personen besucht.
Fotos: PM
