Leserbrief: „Kultur lebt vom Einsatz nicht vom Rechenschieber“

Mostafa Saroukh reagiert in seinem Leserbrief auf die Kritik an den Erlenseer Kulturnächten.

Schon im letzten Jahr hatte ich in einem Leserbrief geschrieben, wie wichtig und gelungen ich die Erlenseer Kulturnächte fand. Diese Meinung hat sich für mich 2025 nur bestätigt. Und diesmal möchte ich vor allem eines tun: Danke sagen.

Als Bürger konnte ich miterleben, wie viel persönliches Engagment Erste Stadträtin Birgit Behr in diese Veranstaltungsreihe gesteckt hat. Und das nicht nur „auf dem Papier“ .Sie hat sich in den Wochen vorher – wirklich über Wochen hinweg um alles gekümmert: Tische, Stühle, Logistik, Dekoration, Ablauf alles musste geplant, aufgebaut, vorbereitet werden. Wer schon mal selbst eine Veranstaltung organisiert hat, weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt, bevor überhaupt jemand auf dem Platz steht.

Und auch während der Abende war Birgit Behr unermüdlich im Einsatz ich habe selbst gesehen, wie sie bei einem kurzen Regenschauer mit dem Lappen Wasser von den Tischen gewischt hat. Das mag wie eine Kleinigkeit wirken, ist es aber nicht. Das zeigt Haltung. Und Herz.

Ja, Kultur kostet. Aber Veranstaltungen wie diese schaffen Begegung, Gemeinschaft, Lebensfreude. Sie zahlen sich auf eine Weise aus, die man nicht in Euro messen kann. Und: Auch in Ländern wie Afrika oder Lateinamerika werden kulturelle Veranstaltungen organisiert – nicht, weil sie „wirtschaftlich rentabel“ sind, sondern weil sie den Menschen gut tun. Genau das brauchen wir auch hier.

Deshalb finde ich es schade, wenn so viel ehrenamtlicher Einsatz politisch hinterfragt oder zerpflückt wird. Natürlich dürfen wir über Finanzen reden aber bitte mit Respekt für die Menschen, die sich engangieren. Es geht nicht darum, ob eine Veranstaltung exakt null Euro Verlust gemacht hat sondern darum, dass sie stattgefunden hat, dass jemand sie ermöglich hat.

Ich wünsche mir, dass die Kulturnächte weiterhin stattfinden und dass wir denjenigen, die sich dafür den sprichwörtlichen Allerwertesten aufreißen, auch mal einfach sagen: Danke. Es war großartig.

Mostafa Saroukh
Hanau

 

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