(pm/ea) – Erlensee erfreut sich seit vielen Jahren über seine Storchpopulation.
Teilweise nutzen die Paare künstliche Nester wie den Wehrturm in Langendiebach, teilweise aber suchen sie sich auch Bäume zum Nestbau. So auch das Paar auf einem abgebrochenen Pappelstumpf am Limespark. Fast zeitgleich mit dem Errichten des Kunstwerks „Storchennest am Limespark“ bauten sie ein Nest in der Nähe. Leider ist das Nest vor einigen Wochen abgestürzt und nun suchen sie nach einer Ersatzstelle. Ausgerechnet ein aktiver Kamin auf einem Privathaus wurde ausgewählt. Leider lebensgefährlich für die Bewohner des Hauses und ggf. auch für die Störche selbst. Daher musste leider das Nest in Abstimmung mit der Behörde am Mittwoch beseitigt werden.

Schon beim Bau heruntergefallen und im Schneefang verfangenes Material:

„Es ist traurig zu sehen, wenn die Störche sich ungünstige Brutmöglichkeiten schaffen. Auch die Kaminstörche haben ein neues Nest auf der Kirche Rückingen erbaut, ein Storchenpaar brütet seit 2024 in der Hattergasse auf einem Privathaus. Dieses Paar löste letztes Jahr mehrere Feuerwehreinsätze aus. Nicht alle Bauwerke sind geeignete Brutmöglichkeiten, worunter auch Strommaste und genutzte Hauskamine zählen. Daher bitten wir die Erlenseeer, uns auch bei neuen Storchennestern zu informieren, insbesondere wenn diese auf Bauwerken entstehen. Sie können uns via E-Mail (malczyk-vsve@gmx,de) oder via WhatsApp (01511 5568400) erreichen“, so die Vorsitzende des Erlenseer Vogelschutzvereins, Dr. Monika Brosien.
Bericht und Fotos: Dr. Monika Brosien