Gesamtkriminalität im Main-Kinzig-Kreis leicht gestiegen

(pm/ea) – Zwar ist die Zahl der registrierten Straftaten im Main-Kinzig-Kreis leicht um 0,74 % gestiegen (75 Fälle), liegt jedoch im Langzeitvergleich weiterhin auf einem niedrigen Niveau, wie es in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 heißt, die am Dienstag vom Polizeipräsidium Südosthessen veröffentlicht wurde.

Die Aufklärungsquote sank auf 62,8 % (- 2,1 Prozentpunkte). Die Häufigkeitszahl stieg leicht um 10 registrierte Straftaten auf 100.000 Einwohner im Vergleich zum Vorjahr (+ 0,33 %) an, was den drittniedrigsten Wert der letzten 20 Jahre und präsidiumsweit den niedrigsten Wert ausmacht.


Die Anzahl der registrierten Fälle im Bereich der Straßenkriminalität ist im Main-Kinzig-Kreis um 5,8 % auf 1.811 Fälle gestiegen. Die Aufklärungsquote fiel um 0,2 Prozentpunkte leicht auf 22,1 % ab. Der Straßenraub stieg um zwei Fälle an, beim Straßendiebstahl war ein Anstieg von 10,3 % zu verzeichnen.

Mehr als ein Viertel der Wohnungseinbruchsdiebstähle im Main-Kinzig-Kreis konnte im vergangenen Jahr aufgeklärt werden. Mit Blick auf die hohe Anzahl an gescheiterten Einbrüchen (im Main-Kinzig-Kreis sogar über 71 %) kommt auch die Präventionsarbeit zum Tragen. Zum einen kontrollieren Polizeibeamte regelmäßig auf Autobahnen, Fernstraßen oder auch in Wohngebieten gezielt auffällige Personen und deren Fahrzeuge. Darüber hinaus berät der Stabsbereich Prävention Haus- und Wohnungsinhaber kostenlos und produktneutral vor Ort, wie die Bürgerinnen und Bürger ihre vier Wände sicherer machen können.

Einsatzkräfte der Feuerwehr und vom Rettungsdienst werden immer wieder Opfer von Gewalt. Damit Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte besser vor Angriffen und vor den Folgen von Angriffen geschützt sind, sind sie mit funktionaler Schutzausrüstung, mit Bodycams und seit ein paar Jahren auch mit sogenannten Distanzelektroimpulsgeräten (DEIG) ausgestattet. Dieses Einsatzmittel – umgangssprachlich „Taser“ genannt – hat sich in Offenbach bewährt und wurde im vergangenen Jahr in Hanau und in Gelnhausen eingeführt. Das DEIG ermöglicht in bestimmten Situationen ein differenzierteres Vorgehen und reduziert die Gefahren für die Polizei und die betroffene Person. Eine gute Ausbildung an diesem Einsatzmittel ist dabei der entscheidende Fakt

 

„Unsere leistungsstarke Polizei sorgt auch weiterhin nachhaltig für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, fasst Polizeipräsident Daniel Muth anlässlich der Präsentation des Zahlenwerks für das vergangene Jahr zusammen und führt dazu weiter aus: „Das Fallaufkommen insgesamt ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dank der hervorragenden Arbeit der Kolleginnen und Kollegen verzeichnen wir die niedrigste Häufigkeitszahl seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen. Auch wenn die Aufklärungsquote leicht gesunken ist, so konnten wir auch in 2024 nahezu zwei von drei Taten aufklären. Es ist uns gelungen, den hohen Sicherheitsstandard für unseren Zuständigkeitsbereich erneut zu festigen.“

Die Zahlen der Kriminalstatistik 2024 des Polizeipräsidiums Südosthessen entsprechen weitgehend der Entwicklung der vergangenen Jahre. Mit einer Kriminalitätsbelastung von 4.302 Straftaten pro 100.000 Einwohner ist die Häufigkeitszahl auf dem niedrigsten Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessens und im Vergleich zu 2023 (4.689) um 8,25 % gesunken. Sie liegt damit, trotz der beiden Großstädte Offenbach und Hanau im Präsidiumsbereich, deutlich unter dem Landesdurchschnitt (6.046 Straftaten pro 100.000 Einwohner) und belegt im Hessenvergleich erneut Platz 3. „Das bedeutet, dass die Bürgerinnen und Bürger hier im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen in einer sicheren Region leben“, resümiert der Präsidiumschef.

Grafiken: PPSOH

 

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