(ms/ea) – Um ein Defizit von 13,2 Millionen Euro auszugleichen, hat der Kreistag die Kreisumlage um 1,8 Prozentpunkte und die Schulumlage um 1 Prozentpunkt angehoben. Damit kommen höhere Belastungen auf die Kommunen zu. Was das für die Stadt Erlensee, die erst kürzlich die Grundsteuerhebesätze anheben musste, bedeutet, hat Erlensee Aktuell Bürgermeister Stefan Erb gefragt.
Was muss Erlensee dem Kreis nach dieser Erhöhung nun mehr bezahlen?
Für Erlensee bedeutet die Erhöhung der Kreisumlage um 1,8 Punkte 490.500 Euro und die Erhöhung der Schulumlage um 1 Punkt 272.500 Euro, also insgesamt 763.000 Euro.
Die Erhöhung der Schulumlage um 0,3 Punkte war bereits ein Jahr zuvor angekündigt worden und von uns entsprechend bei der Aufstellung unseres Haushaltes berücksichtigt worden, somit ergeben sich für uns bei der Schulumlage 190.750 Euro statt 272.500 Euro, was schließlich zu ungeplanten Mehraufwendungen von 681.250 Euro führt.
Fast 700.000 Euro, die nun im Haushalt fehlen. Woher soll das Geld kommen angesichts allgemeiner knapper Kassen?
Glücklicherweise können wir nach einer Mitteilung über die Spitzabrechnung des Einkommensteueranteils, des Anteils an den Ausgleichsleistungen für die Belastungen aus der Neuregelung des Familienleistungsausgleichs, des Umsatzsteueranteils sowie die Gewerbesteuer- und die Heimatumlage jeweils für das 4. Quartal 2024 von ungeplanten Mehrerträgen in Höhe von 579.347,46 Euro profitieren. Somit verbleiben rund 102.000 Euro.
Ist hierfür eventuell ein Nachtragshaushalt notwendig?
Die verbleibende Summe – also rund 102.000 Euro statt 681.000 Euro – werden wir unterjährig versuchen, durch weitere Einsparungen bei den Aufwendungen querbeet über alle Bereiche aufzufangen.
Vielen Dank für das Gespräch.
(Die Fragen stellte Markus Sommerfeld)
Symbolfoto: Markus Sommerfeld