(ms/ea) – Ein starkes Zeichen der Geschlossenheit setzten am Freitagabend die Einsatzkräfte der Feuerwehr Nidderau bei der turnusgemäßen Wahl der Stadtbrandinspektion: Einstimmig votierten sie für Christopher Leidner und Markus Müller und gaben ihnen das Vertrauen für weitere fünf Jahre im Amt der Stadtbrandinspektion. Auch die neue Stadtjugendwartin, Nicole Salomon, und ihr Stellvertreter, Jack Parsons, wurden einstimmig gewählt.
Die bisherigen Jugendwarte kandidierten nicht erneut. Als Vertrauensfrau wurde zudem Ann-Sophie Sauer wiedergewählt.
Christopher Leidner konnte am Beginn der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus von Nidderau-Ostheim neben den 103 anwesenden Einsatzkräften zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter den CDU-Landtagsabgeordneten Max Schad, Landrat Thorsten Stolz, Bürgermeister Andreas Bär und Ordnungsamtsleiterin Alexandra Nolte sowie Kreisbrandinspektor Markus Busanni und Michael Zürrer vom Regionalverband Hanau Land.
Zunächst ließ er die letzten fünf Jahre Revue passieren:
Kurz nach Amtsantritt im Februar 2020 habe der erste Corona-Lockdown begonnen. Die Entwicklung eines umfassenden Hygienekonzepts habe den Ausbildungsbetrieb als einer der ersten Feuerwehren überhaupt unter strengen Auflagen frühzeitig ermöglichen können. Dank disziplinierter Umsetzung sei es zu keiner einzigen Übertragung innerhalb der Feuerwehr gekommen.
„In Eichen wurde ein neues Feuerwehrhaus gebaut, drei Löschfahrzeuge und ein Einsatzleitwagen wurden angeschafft. Ein einheitlichen Ärmelabzeichen der Feuerwehr Nidderau zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls wurde eingeführt, zuvor gab es elf verschiedene. Moderne Feuerschutzkleidung wurde beschafft, analoge wurden durch digitale Sirenen ersetzt. Außerdem wurden drei Kinderfeuerwehren gegründet, eine moderne Drohne beschafft, ein Katastrophenschutzzug der Feuerwehr Nidderau für die überörtliche Hilfe eingeführt“, so seine weiteren Ausführungen.
Weiter wurde unter anderem genannt die Entwicklung eines Hygienekonzepts nach einem Brandeinsatz sowie die Einführung einer kommunalen Aufwandsentschädigung für die Einsatzkräfte.
In den letzten fünf Jahren rückten die Einsatzkräfte zu insgesamt 1.030 Einsätzen aus und leisteten insgesamt knapp 11.418 Stunden für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Nidderau, ohne Berücksichtigung der Stunden für Brandschutzerziehung, Brandsicherheitsdienste sowie Aus- und Fortbildung.
Zum Berichtsjahr 2024:
Im Jahr 2024 mussten von den Einsatzkräften 273 Einsätze abgearbeitet werden.

Die Einsatzabteilung bestand zum Jahresende aus 193 Mitgliedern.
Im Jahr 2024 wurden so viele Lehrgangsplätze seitens der Feuerwehr Nidderau besucht wie nie zuvor: Von insgesamt 168 Lehrgangsanmeldungen der Feuerwehr Nidderau wurden im vergangenen Jahr 104 Lehrgangsplätze berücksichtigt bzw. einberufen (ca. 61,9 %). Knapp 71 % der Anmeldungen wurden hierbei beim Kreis berücksichtigt und nur knapp 38 % seitens der Landesfeuerwehrschule.
Insgesamt wurden 21137 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet, ohne Berücksichtigung der zahlreichen Verwaltungsstunden.
Zum Abschluss appellierte der Stadtbrandinspektor an das Land Hessen, den Zustand der fehlenden Digitalabdeckung in Erbstadt endlich zu beenden. Hier werde nach wie vor analog alarmiert. Er hob noch einmal hervor, dass die Einsatzkräfte mit Leidenschaft und Hingabe zum Schutz der Bürger ihren ehrenamtlichen Dienst versehen.
„Die Feuerwehr mit ihren Angehörigen darf niemals zum politischen Spielball werden!“, so der Stadtbrandinspektor, der abschließend allen Feuerwehrangehörigen sowie unter anderem der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Andreas Bär an der Spitze sowie Ordnungsamtsleiterin Alex Nolte ein großes Dankeschön aussprach für die hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung.
Stadtjugendwart Nils Kopmann stellte anschließend die Statistik der Kinder- und Jugendfeuerwehren vor und berichtete von deren Tätigkeiten.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Andreas Bär für die starke Teamleistung der Feuerwehr, auf die alle stolz sein könnten. Die Feuerwehr sei engagiert, motiviert, und stehe geschlossen da. Er informierte, dass in diesem Jahr auch ein Kommandowagen sowie eine Drehleiter in Dienst gestellt werden.
Landrat Thorsten Stolz sprach seinen großen Dank, Anerkennung und Respekt für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr aus und betonte, die Feuerwehr Nidderau sei eine wichtige Säule im Brandschutz insgesamt im Main-Kinzig-Kreis.
CDU-Landtagsabgeordneter Max Schad zeigte sich beeindruckt von dem gut gefüllten Saal mit der Anwesenheit von über 100 Einsatzkräften. Er sprach seinen Dank für die vielen geleisteten Arbeitsstunden aus und versprach von Seiten des Landes, auch weiterhin in diesem Maße in den Brandschutz zu investieren. Außerdem wolle man den Strafrahmen bei Angriffen gegen Einsatzkräfte deutlich erhöhen.
Kreisbrandinspektor Markus Busanni schloss sich den Dankesreden an und lobte insbesondere auch das einheitliche Auftreten der Feuerwehr Nidderau mit den Stadtteilen Heldenbergen, Windecken, Ostheim, Erbstadt und Eichen, das zeige, „wir sind EINE Feuerwehr“.
Stadtbrandinspektion und Jugendwarte umrahmt von (v.l.). Landrat Thorsten Stolz, Bürgermeister Andreas Bär, CDU-Landtagsabgeordnetem Max Schad, Ordnungsamtsleiterin Alexandra Nolte, Kreisbrandinspektor Markus Busanni:

Auf dem Titelfoto (v.l.): Stellv. Stadtbrandinspektor Markus Müller, Stadtbrandinspektor Christopher Leidner, Jugendwartin Nicole Salomon, stellv. Jugendwart Jack Parsons
Tabellen, Grafiken: Fw Nidderau
Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld
