Peter Seikel informiert in seinem Leserbrief, dass die von der Main-Kinzig-Netzdienste GmbH in einem Schreiben angekündigten Forderungen von rund 2200.- Euro an Wäremepumpenumsteiger für Gasnetztrennungen derzeit nicht als verbindlich anzusehen seien. Betroffen seien Eigentümer von Bestandsgebäuden, die vor der Umstellung auf eine Wärmepumpe eine Gasheizung betrieben haben.
Unter anderem mit diesem Argument wurde aktuell ein Vorgang bei der Schlichtungsstelle Energie in Berlin geschlossen. Ferner verweist die Main-Kinzig-Netz GmbH in Ihrer Begründung gegenüber der Schlichtungsstelle auf noch offene Diskussionen zu rechtlichen Grundlagen der Forderungen bei staatlichen Stellen. Eine Wiedereröffnung des Falles zu einem späteren Zeitpunkt wurde von der Schlichtungsstelle in Aussicht gestellt, falls dies notwendig und sinnvoll erscheinen sollte.
Neben den bisher noch offenen Regelungslücken gibt es außerdem individualrechtliche, vertragsbezogene Themen zu denen möglicherweise in Zukunft auch eine Sammelklage hilfreich sein könnten. Interessierte Betroffene, die ähnliche Informationsschreiben mit Forderungen von den Main-Kinzig-Netzdiensten GmbH erhalten haben, können sich unter folgender E-Mailadresse registrieren: SammelklageMK.Netz@web.de.
Unverständlich bleibt nach wie vor, warum Landrat Stolz als Aufsichtsratsmitglied der Main-Kinzig-Gas GmbH unbeirrt ein Befürworter dieser exorbitanten Gebühren für Wärmepumpenumsteiger bleibt, während andere Netzbetreiber oft gar keine Gebühren erheben. Die Main-Kinzig-Gas GmbH steht laut Handelsregister in einem Beherrschungsverhältnis gegenüber der Main-Kinzig Netzdienste GmbH und besitzt daher den Einfluss dieses Thema im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu lösen.
Nach Auffassung des Wirtschaftsministeriums sehen die meisten Gasnetzbetreiber die Kosten für die Netztrennung durch einen langjährigen Bezug von Gas als abgegolten an. Daher sollte sich der Main-Kinzig-Kreis endlich ernsthaft Gedanken machen, wie er mit der Energiewende in unserer Region- und den Bürgerinnen und Bürgern, die ihr Geld in CO2 freie Heiztechnik investieren, weiterhin umgehen will.
Peter Seikel
Erlensee
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