(ms/ea) – Die umfangreiche Fotodokumentation des leider schon verstorbenen Journalisten Hans-Peter Merlau aus den 80er Jahren in der Zeit des „Kalten Krieges“ über die innerdeutsche Grenze und den US-Beobachtungsstützpunkt Point Alpha, die die Grundlage für die Erlensee Aktuell-Reihe „Blick zurück“ bildet, wurde am Mittwoch vor Ort an die Point Alpha Stiftung übergeben.
Die Stiftung wurde durch den Bericht in Erlensee Aktuell >> „Blick zurück“ anläßlich des 30. Tages der Deutschen Einheit: Besuche beim 11. US-Panzeraufklärungsregiment an der innerdeutschen Grenze in den 80er Jahren << auf bisher ihr nicht bekanntes Material aufmerksam und nahm demzufolge Kontakt mit Erlensee Aktuell auf.
Am Mittwoch übergab Erlensee Aktuell-Herausgeber Markus Sommerfeld im ehemaligen US-Beobachtungsstützpunkt Point Alpha die umfangreiche Dokumentation von Hans-Peter Merlau an Vertreter der Stiftung, die nun Eingang finden wird in die Ausstellung sowie in Bildungs- und Forschungsarbeiten. Zuvor wurden bereits digitalisierte Aufnahmen übermittelt.
Die Stiftung hat das Ziel, die Gedenkstätte Point Alpha als Erinnerungsort der deutschen Teilung sowie Ort der Dokumentation und Erforschung des Kalten Krieges in Europa zu profilieren. Neben der Pflege und Bewahrung der Gedenkstätte sieht die Stiftung die Entwicklung einer kontinuierlichen Bildungs- und Forschungsarbeit als einen ihrer Arbeitsschwerpunkte.
Die ehemaligen Baracken im früheren US-Camp dienen heute als Präsentationsflächen und ergänzen die Eindrücke, die Besucher auf dem Gelände des einstigen Militärstützpunktes Point Alpha sammeln können, mit erklärenden Inhalten und Zeitzeugnissen.
Mit dem 2003 errichteten „Haus auf der Grenze“ auf dem ehemaligen Kolonnenweg wird den Besuchern zwischen dem denkmalgeschützten amerikanischen Beobachtungsstützpunkt Point Alpha auf hessischer Seite und dem thüringischen „Haus auf der Grenze“ ein eindrucksvoller Rundgang über das gesamte 100 000 Quadratmeter große Gelände der Gedenkstätte ermöglicht, der die historische Entwicklung der innerdeutschen Grenze in ihrer weltpolitischen Dimension darstellt.
Von Erlensee aus ist Point Alpha, zwischen Rasdorf und Geisa gelegen, nach rund 80 Minuten Fahrzeit mit dem Auto bequem zu erreichen. Point Alpha und die innerdeutsche Grenzen sind zudem historisch mit Erlensee eng verbunden, da vom Fliegerhorst Langendiebach aus Patroullienflüge an der Grenze durchgeführt wurden und letztlich alles auf die Verteidigung des „Fulda Gaps“ ausgerichtet war.
Alle weiteren Informationen – auch zur Besuchsplanung – unter https://www.pointalpha.com
Impressionen von Point Alpha sowie vom Haus an der Grenze

Auf dem Titelfoto: Markus Sommerfeld (links) bei der Übergabe der Dokumentation an Jan Antoni von der Point Alpha Stiftung
Bericht: Markus Sommerfeld
Fotos: Aline Gros, Markus Sommerfeld