(ms/ea) – Mit einem großen Sommerfest feierte die Selbsthilfe Körperbehinderter Main-Kinzig e.V. ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum. Neben vielen Gästen konnte Vorsitzender Uwe Schneider die Schirmherren Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Stefan Erb sowie den ehrenamtlichen Stadtrat der Stadt Hanau, Peter Jurenda, und die Landtagsabgeordneten Christoph Degen und Max Schad begrüßen
Am 11. April 1973 wurde in der Georg-Büchner-Schule in Erlensee der Verein unter dem Namen Selbsthilfe Körperbehinderter Hanau/Gelnhausen e.V. von Heinz Preis, Edith Anderle, Helmut Dambruch, Jürgen Grasmück, Ruth Knoll, Georg Mai und Ulla Weißflog gegründet. Vom 1. Vorsitzenden Heinz Preis wurde als richtungsweisendes Ziel ausgegeben: „Wir wollen der Gesellschaft zeigen, dass wir sehr wohl in der Lage sind, uns in gewissen Dingen selbst zu helfen“.
Welch rasante Entwicklung in den darauf folgenden Jahren der Verein nahm, konnte damals niemand ahnen: 50 Jahre später verfügt der Verein – jetzt unter dem Namen Selbsthilfe Körperbehinderter Main-Kinzig e.V. (SHK) – über 85 barrierefreie Wohnungen. Die Verantwortlichen der SHK haben am Bundesgleichstellungsgesetz und an der UN-Konvention Artikel 19 maßgeblich mitgearbeitet und zum Ausbau des barrierefreien öffentlichen Nahverkehrs beigetragen. Der Verein betreibt zudem einen Behindertenfahrdienst und ist Träger der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB)“ im Main-Kinzig-Kreis. Darüberhinaus ist er mit zwei gemeinnützigen Tochtergesellschaften im Bereich der Schulintegration und des Ambulanten Betreuten Wohnens tätig. Aktuell ist der Verein Arbeitgeber von über 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Vorsitzender Uwe Schneider sprach dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Erlensee sein großes Dankeschön für die Unterstützung aus, ohne die das Erreichte nicht möglich gewesen wäre.
Auszüge aus der Chronik:
11.4.1973: Vereinsgründung
9.7.1984: SHK wird eingetragener Verein
14.5.1993: Spatenstich für Integrativen Wohnpark
1.7.1995: Einweihung des ersten Bauabschnitts des Integrativen Wohnparks
2010: Fertigstellung des Integrativen Wohnparks II
2018: Gründung der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB)“
2020: Bau des Integrativen Wohnparks III
Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Stefan Erb sprachen in ihren Grußworten von der besonderen Erfolgsgeschichte des Vereins, dessen viele Aktivitäten sich nicht auf Erlensee begrenzten sondern auf den gesamten Main-Kinzig-Kreis ausgedehnt hätten. Hier seien wahre Mutmacher am Werk, die für das Engagement größtes Lob verdienten. Beide sprachen ihre Hoffnung aus, dass in naher Zukunft auf dem noch unbebauten Grundstück neben dem Integrativen Wohnpark 3 auch der Wohnpark 4 entstehe.
Nach einer ökumenischen Feier, die von Pfarrer Andreas Weitzel und Pfarrerin Ulrike Stellmacher gestaltet wurde, startete der Festbetrieb auf dem gesamten Gelände des Vereins gegenüber dem Hallenbad mit einem großen Programm und vielen Angeboten.
Impressionen vom Fest




Auf dem Titelfoto (v.l.): Lothar Kempf, Bürgermeister Stefan Erb, Stadtrat Peter Jurenda, Michael Becker, Uwe Schneider, Matthias März und Landrat Thorsten Stolz
Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld
