„Hitzetelefon“: Service gestartet

(pm/ea) – Das „Hitzetelefon“ des Main-Kinzig-Kreises hat seine Arbeit aufgenommen und könnte schon in wenigen Tagen zum Einsatz kommen: Wer sich für dieses kostenlose Serviceangebot registriert hat, wird telefonisch informiert, sobald der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Hitzewarnung für den Main-Kinzig-Kreis herausgibt.

Konkret heißt das, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kompetenzteams Bürgerinformation im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr anrufen und über die Hitzewarnungen und Schutzvorkehrungen aufklären.

Zwei Hitze-Warnstufen sind zu unterscheiden: Bei Stufe eins warnt der DWD vor starker Wärmebelastung. Diese liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur an zwei Tagen in Folge über 32 Grad liegt und sich nachts kaum abkühlt. Die Stufe zwei warnt vor extremer Wärmebelastung mit Temperaturen über 38 Grad. Für eine längere Dauer ist das im Moment noch nicht zu erwarten, doch schon in den kommenden Tagen können die Temperaturen die 30-Grad-Marke wieder überschreiten.

„Über das Hitzetelefon erhält man allgemeine Tipps, wie man sich vor der Hitze schützen kann, denn insbesondere für ältere, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen kann Hitze sehr belastend sein und Auswirkungen auf die Gesundheit haben“, sagt Günther Seitz, stellvertretender Leiter des Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr. Zu den Empfehlungen gehören beispielsweise regelmäßiges Trinken oder eventuell eine Anpassung der Medikamente vom Hausarzt. „Wir achten bei den Gesprächen auf eine mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung und können Angehörige oder Hausärzte informieren. Eine individuelle Gesundheitsberatung können wir aus medizinischen und haftungsrechtlichen Gründen allerdings nicht anbieten“, erläutert Zumreta Kurbegović, stellvertretende Leiterin des Kompetenzteams Bürgerinformation.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an ältere und alleinlebende Menschen im Main-Kinzig-Kreis. Interessierte melden sich beim Kompetenzteam Bürgerinformation unter der Telefonnummer 06051 8517000 an und erhalten dort alle weiteren Informationen für die Registrierung. Auch per E-Mail unter buergerinformation@mkk.de kann man Kontakt zu den Mitarbeitenden aufnehmen. Die angemeldeten Personen werden bis zum 31. August über Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes telefonisch informiert. Die Anrufe erfolgen in der Regel zwischen 8.30 und 12 Uhr. Dieser Service ist kostenlos.

„Unser Hitzetelefon unterstützt und ergänzt das Hessische Hitzewarnsystem. Wir wenden uns direkt an Bürgerinnen und Bürger, für die eine starke Wärmebelastung auch eine erhöhte Gesundheitsgefährdung bedeuten. Darüber klären unsere Kolleginnen und Kollegen am Telefon frühzeitig auf, damit sich die Personen drauf einstellen, ihre Tagesplanung eventuell anpassen oder sich eben weiteren Rat und Hilfe holen“, erklärt Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin des Main-Kinzig-Kreises. „Wir freuen uns aber ebenso über Anrufe von Angehörigen und Bekannten, die sich um gefährdete Personen in ihrem Umfeld kümmern.“

Für weitere Fragen und die Registrierung steht das Kompetenzteam Bürgerinformation unter der Telefonnummer 06051 8517000 zur Verfügung. Für alle, die nicht unter die oben genannte Zielgruppe fallen, besteht auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes www.dwd.de die Möglichkeit, sich selbst für die Hitzewarnungen zu registrieren. Dort gibt es auch weitere Informationen zu den Hitze-Warnstufen.

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