Kammerkonzert am 1. Advent in der evangelischen Kirche Rückingen mit dem Walter Dorn Quartett

(pm/ea) – Eigentlich reicht ein Satz: dies war ein rundherum gelungener Abend. Aber das würde dem gesamten Abend nicht genüge tun.

Das Walter-Dorn-Quartett, welches sich erst kürzlich gegründet hatte, begeisterte am Sonntag-Abend das Publikum mit Mozarts Streichquartetten genauso wie mit dem technisch sehr anspruchsvollen Werken von Jaques Iberts „Piece pour Flute seule“ und Arthur Honeggers „Dande de la Chevre pour Flute Solo“, sowie J. S. Bachs Suite H-Moll, Bourree, Polonaise, Badinierie. Die Soloeinlagen auf der Querflöte waren überwältigend und das Zusammenspiel des Quartetts einfach nur stimmig.

Der gemeinnützige Verein Kunstraum Erlensee hatte sich mit der Bitte um Zusammenarbeit, um ein derartiges Konzert präsentieren zu können, an die Musikschule Main-Kinzig gewandt und traf dort auf offene Ohren. Der Leiter der Musikschule, Harry Wenz, nahm die zuerst vage formulierte Idee der Kunsträumerinnen auf und konnte für den 1. Advent das Walter Dorn Quartett gewinnen.

Walter Dorn ist, abgesehen von seiner Tätigkeit im Kollegium der Musikschule Main-Kinzig, Macher des Ensembles Konzertgebräu und in der Leitung der Kammeroper Frankfurt tätig.
Mit Weltmusik tourte er durch halb Europa mit seinen Bands Cosmic Orient und El Maachi. In den letzten Jahren widmete er sich immer mehr der Kammermusik, mit Klavier oder – ganz neu – mit seinem Flötenquartett.


Walter Dorn ist ein umtriebiger Grenzgänger zwischen Klasik und Moderne, zwischen Mozart, Nadja Benaissa (No Angels), Sarah Connor und Seal.

Für die leider erkrankte Violinistin Ruth Müller ist die ebenso virtuose Anna Rothe eingesprungen und fügte sich wunderbar in das Ensemble ein.

Irmak Ülke überzeugte an der Viola und ist im Moment im Opernorchester der Stadt Wiesbaden tätig und als Aushilfe beim Rundfunksynfonieorchester Frankfurt.

Masaki Krug am Violonchello stammt aus einer alten Musikerfamilie aus Leipzig, dessen Familie in vielen bekannten Orchestern an den Solostellen gespielt hat.

Der Dank der Kunsträumerinnen geht nicht nur an Harry Wenz und das Walter Dorn Quartett, sondern auch an die Evangelische Kirchengemeinde, die für diesen ganz besonderen Abend die Kirche in Rückingen beheizt zur Verfügung gestellt hat. Die Akustik in der Kirche war einmalig, fast theatergleich, die liebevolle Dekoration durch das Küsterehepaar Mulijon rundete den Gesamteindruck dieses gelungenen Abends ab.

Das begeisterte Publikum wurde in der Pause mit Glühwein und alkoholfreiem Punsch verwöhnt und spendete nach einer Zugabe, Mozarts Menuett A-Dur, zum Abschluss des Konzerts lang anhaltenden Applaus.

Der Kunstraum ist sich sicher, dies war der Beginn einer bestimmt sehr fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Musikschule Main-Kinzig und Harry Wenz.

Fotos: PM

 

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