Appell an Stadtverordnete: „Bitte geben sie dem Arbeitskreis „Rettet Hallenbad Erlensee“ mehr Zeit, um Ideen umzusetzen“

(pm/ea) – In einem Appell wendet sich der Initiator der Petition zur Rettung des Hallenbades, Marcus Stickler-Jäger, an die Stadtverordneten, dem Arbeitskreis „Rettet Hallenbad Erlensee“ mehr Zeit zu geben, um Ideen umzusetzen und sieht eine Vereinsgründung als möglichen Lösungsweg.


Marcus Stickler-Jäger, Sabrina Schäfer, die DLRG , Betriebsleiter Markus Täufer und viele politisch aktive Bürger aus Erlensee und benachbarten Kommunen wollen um den Erhalt des Schwimmbads kämpfen. „Wir geben nicht auf. Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, sagt Marcus Stickler-Jäger. Noch nie seien sie politisch aktiv gewesen, meinten Stickler-Jäger und Schäfer. Die beiden Erlenseer sammelten am Tag der offenen Tür der Georg-Büchner-Schule Unterschriften und informierten Interessierte über ihre Aktion.

Ein jährliches Defizit von 1,5 Mio Euro sowie geschätzte 10 bis 20 Millionen Euro Sanierungskosten, die auf die Stadt Erlensee zukommen, sind eine schwere Bürde. „Wir können es nur gemeinsam schaffen: Bund, Land, Kreis, Nachbarkommunen und Bürger Erlensees müssen sich an der Finanzierung des Hallenbades beteiligen. Mit vielen Säulen, können wir es schaffen“, fordern Schäfer und Stickler-Jäger.

Deshalb hofft Stickler-Jäger auf eine gemeinsame Lösung und will mit der Gründung eines „Hallenbadvereins“ dazu beitragen. Mit einem Jahresbeitrag von ca. 200 € würden die Bürger die Kosten des Bades mittragen und hätten im Gegenzug freien Eintritt. Die Resonanz zu dieser Idee war am Tag der offenen Tür der GBS überaus positiv.

„90 Prozent der Befragten waren sofort bereit, in einen Hallenbadverein einzutreten und bis zu 200€ (vereinzelt sogar mehr!) jährlichen Beitrag zu zahlen, nur um das Hallenbad erhalten zu können. „Ich möchte die Aktion als ‚vollen Erfolg‘ bewerten“ sagt Stickler-Jäger. „Das Hallenbad ist ein Highlight in Erlensee und in der Region MKK“ sind Schäfer und Stickler-Jäger überzeugt.

Auf der Internetseite „Hallenbad Erlensee FAN Seite“ hat SticklerJäger eine Umfrage zum Thema „Hallenbadverein“ gestartet. Zudem sind weitere Informationsveranstaltungen geplant.

Die Homepage „Hallenbad Erlensee FAN Seite“ ist erreichbar unter https://hallenbad-erlensee.marcusj.de/

Dort gibt es neben der Umfrage zum Thema „Verein“ ständig neue Informationen zum Thema, wie geplante Veranstaltungen, Ideensammlungen, Neuigkeiten.

Zwischenzeitlich seien 130 Stimmen eingegangen. „Diese Stimmen, die zu 48% (63) aus Erlensee stammen, zeigen ein recht eindeutiges Bild“, so Stickler-Jäger.

88% der Abstimmenden sind bereit, in einen Hallenbadverein einzutreten (115 Stimmen)
12% sind – aus verschiedenen Gründen – nicht bereit, in einen Hallenbadverein einzutreten (15 Stimmen)

Von den 12%, der Stimmen, die für Nein gestimmt haben, gibt es 26% Stimmen – 4 von 15 Stimmen – die lieber für eine Sauna einen Jahresbeitrag zahlen würden. Dies zeigt, dass auch der Wegfall der Sauna ein Thema ist.

Die Zahlen der Umfrage, 21.11.2022 20 Uhr:

37% sind bereit, 100€ jährlich als Beitrag zu zahlen: 47 Stimmen
29% sind bereit, 200€ jährlich als Beitrag zu zahlen: 38 Stimmen
15% sind bereit, 300€ jährlich als Beitrag zu zahlen: 20 Stimmen
5% sind bereit, 400€ jährlich als Beitrag zu zahlen: 6 Stimmen*
3% sind bereit, 500€ jährlich als Beitrag zu zahlen: 4 Stimmen*

*Bei 400€ und 500€ sind Familienmitgliedschaften gemeint, daher der höhere Betrag, der sich dann auf mehrere Personen verteilt.

„Dieses durchweg positive Feedback macht mir Mut, das Thema ‚Hallenbadverein‘ weiter zu verfolgen“, sagt Stickler-Jäger. Im ersten Schritt bittet er alle interessierten Bürger von Erlensee und den Nachbarkommunen, bei der Umfrage, die unter https://hallenbad-erlensee.marcusj.de/umfrage-hallenbadverein erreichbar ist, teilzunehmen. Je mehr Stimmen es gibt, desto aussagekräftiger wird das Ergebnis.

Wenn sich genügend potenzielle Mitglieder finden, müsste man dann die Möglichkeiten prüfen, einen Hallenbadverein zu gründen. Hier hofft Stickler-Jäger auf Unterstützung aus der Bevölkerung. „Einen Verein zu gründen und zu führen, ist kein Nebenjob, hier braucht es jemanden, der viel Zeit hat.“, so Stickler-Jäger. „Das wichtigste ist jedoch, dass die Stadtverordnetenversammlung am 15.12.2022 einen Aufschub der Entscheidung um die Schließung des Bades erwirkt. Nur so könne genug Zeit gewonnen werden, um Vereinsgründung und alle anderen Säulen zum Erhalt des Hallenbad Erlensees aufzustellen. Zeit ist jetzt das Wichtigste, denn in 4 Wochen ab jetzt ist all dies nicht zu schaffen“.

Deswegen appelliert Marcus Stickler-Jäger an die Stadtverordneten: „Bitte geben sie uns, dem Arbeitskreis Rettet Hallenbad Erlensee, mehr Zeit, unsere Ideen umzusetzen. Nur so können wir gemeinsam erfolgreich sein.“

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