(ms/ea) – Am Samstagmittag wurde der Stadtspaziergang mit Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen des Projekts „Zukunft Innenstadt“ durchgeführt, bei dem größtenteils die bereits während der Auftaktveranstaltung im September in der Erlenhalle geäußerten Ideen noch einmal vor Ort konkretisiert wurden.
Moderiert wurde der Spaziergang, für den sich 20 Teilnehmer im Vorfeld angemeldet hatten, von Mitarbeiterinnen des beauftragten Projektteams. Für Fragen standen auch Bürgermeister Stefan Erb und sein Referent, Wolfgang Rittershauß, zur Verfügung.
Ein großes Thema war durchweg eine mangelhafte Aufenthaltsqualität in der Innenstadt aufgrund fehlender Gastronomieangebote. Bemängelt wurde das Fehlen attraktiver Ladengeschäfte, Angebote, wie sie im Umland selbstverständlich seien, fehlten in Erlensee völlig.
Beim Treffpunkt an der Erlenhalle wurde eine deutliche Beschilderung zum Stadtzentrum vermisst. Wünschenswert wäre zudem eine angenehmere Gestaltung der Querung der Konrad-Adenauer-Straße in Richtung Limespark, bei dem das Fehlen von öffentlichen Toiletten kritisiert wurde. Bürgermeister Stefan Erb konnte hierzu mitteilen, dass eine solche bereits bestellt sei. Er sprach in diesem Zusammenhang aber auch das Thema Vandalismus an. „Wir hoffen, dass die Toiletten überleben“, gab er seiner Hoffnung Ausdruck und stellte klar, dass vieles wünschenswert sei, man aber vor der Beschaffung immer auch das leidige Thema Vandalismus beachten müsse.

Bei der Frage, was man sich denn für das in Kürze leerstehende Grundstück der Kita Am Rathaus wünsche, wurden unter anderem Spielmöglichkeiten für Kinder und Gastronomie genannt.
Angesprochen wurde auch das Thema Kriminalität und der Wunsch nach einer höheren Polizeipräsenz, gerade in den Abendstunden. Bürgermeister Stefan Erb erläuterte die Personalsituation bei der Polizei und betonte, dass für normale Streifenfahrten einfach zu wenig Personal da sei. Er verwies auf das laufende Projekt Kompass, bei dem diese Themen alle zur Sprache kommen und Verbesserungen herbeiführen wird.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Barrierefreiheit. Hier wurden gerade für Sehbehinderte und Blinde umfangreiche Verbesserungsmaßnahmen gefordert und die bisher umgesetzten Maßnahmen als unzureichend oder technisch überholt bezeichnet.

Auf dem Rathausplatz wurde sofort der fehlende Weihnachtsmarkt angesprochen. Duchweg gelobt wurde der jährliche Weihnachtsbaum, um den herum man sich gerne einen Weihnachtsmarkt wünsche. Bürgermeister Stefan Erb konnte insofern Zuversicht verbreiten, dass sich ein Veranstalter bereiterklärt habe, einen solchen zu planen: „Hoffen wir, dass die Idee realisiert werden kann“.
Die Ideen und Kritikpunkte werden nun zusammengefügt und fließen weiter in das Projekt ein.
Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld
