(ms/ea) – Bei Untersuchungen auf dem Gelände des künftigen Gewerbegebiets Beune II in Erlensee-Langendiebach haben Archäologen die Spuren eines keltischen Dorfes freigelegt. Über die Funde konnten sich Interessierte am Freitag vor Ort informieren.
Überreste von Häusern und zahlreiche Gegenstände aus dem Alltagsleben der Kelten sowie die Verfärbungen im Erdboden, mit denen die Lage der Häuser bestimmt werden konnte, wurden von den Fachleuten der Firma SPAU ausführlich erläutert. Aufgrund der Lage in einer kleinen Senke haben sich die Strukturen der Siedlung ungewöhnlich gut erhalten und erlauben bisher unbekannte Einblicke in ein keltisches Dorf.
Sascha Piffko von der Firma SPAU zeigt die Grabungsfunde


Verfärbungen sind Spuren von Holzhäusern

Claus Bergmann und Bürgermeister Stefan Erb an den Grabungsstellen

So könnte die Siedlung vor 2000 Jahren ausgesehen haben

Kreisarchäologe Claus Bergmann dankte vor Ort dem ebenfalls anwesenden Bürgermeister Stefan Erb für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Erlensee, die letztendlich für die Untersuchungen aufkommen muss. Aufgrund der zahlreichen Bauprojekte der Stadt sind schon zahlreiche Funde gesichert worden, die wiederum den Bürgern in Ausstellungen gezeigt werden und die für die Wissenschaft eine enorme Bedeutung haben.
Die Grabungen sollen nach derzeitiger Planung bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Auf dem Titelfoto: Kreisarchäologe Claus Bergmann konnte mit seinen Erläuterungen der Grabungen auch die Allerjüngsten begeistern
Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld
