Selbsthilfe Körperbehinderter Hanau/Gelnhausen e.V. erhält 10.000 Euro von EAM-Stiftung

(ms/ea) – Der Verein Selbsthilfe Körperbehinderter Hanau/Gelnhausen e.V.  (SHK) hat von der EAM-Stiftung 10.000 Euro erhalten. Der Betrag soll dazu verwendet werden, zwei spezielle Übergangswohnungen im neuen Integrativen Wohnpark III in der Langendiebacher Straße zu möblieren und technisch auszustatten.

Die EAM-Stiftung fördert mit insgesamt 100.000 Euro 23 regionale soziale Projekte in elf Landkreisen, darunter auch zwei im Main-Kinzig-Kreis. Beworben hatten sich 199 Initiativen und Organisationen mit ihren Projekten. Mit 10.000 Euro Unterstützung hat die SHK den Hauptpreis erhalten.

Der Vorsitzende der SHK, Uwe Schneider, sprach bei der Scheckübergabe EAM-Geschäftsführer Olaf Kieser in Anwesenheit von Sozialdezernentin und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Bürgermeister Stefan Erb ein großes Dankeschön aus und zeigte sich sehr glücklich über den kürzlich fertiggestellten neuen Integrativen Wohnpark III, in dem Menschen mit Behinderungen ein barrierefreies, selbstbestimmtes Leben ermöglicht wird.

Zwei spezielle Übergangswohnungen für jeweils drei Personen, die plötzlich durch Unfall oder Krankheit körperbehindert geworden sind und vorübergehend nicht mehr in der eigenen Wohnung leben können, sind ebenfalls Bestandteil des Wohnparks. Für die Einrichtungen dieser Wohnungen wurden 55.000 Euro aus den Mitteln des Vereins aufgewendet. Für die Starthilfe der EAM-Stiftung zeige man sich daher sehr dankbar. Zusätzlich leistet der Main-Kinzig-Kreis auf verschiedenen Ebenen finanzielle Unterstützung.

„Mit der Stadt Erlensee und dem Main-Kinzig-Kreis haben wir verlässliche Partner“, so Uwe Schneider, der abschließend darauf hinwies, dass es eigentlich nicht Aufgabe eines kleinen Vereins sei, hoheitliche Aufgaben zu übernehmen, um Menschen ein barrierefreies, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Sozialdezernentin und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler betonte, dass es sich bei der Unterstützung durch die EAM-Stiftung um gut angelegtes Geld handelt, denn die SHK sei mit dem großen Engagement extrem wichtig, um behinderten Menschen ein selbständiges Leben weiter zu ermöglichen. Eine Behinderung muss nicht angeboren sein, wie sie betonte, sondern kann jeden urplötzlich treffen und man kann sich glücklich schätzen, einen solchen Partner wie die SHK an der Seite zu wissen.

Bürgermeister Stefan Erb betonte, dass mit dem Integrativen Wohnpark die Menschen bewusst in der Stadtmitte wohnen können und somit vom Leben nicht ausgegrenzt werden. Die Stadt habe viel von der SHK gelernt, die Politik wurde sensibilisiert hinsichtlich des Themas Barrierefreiheit und allgemein der Teilhabe behinderter Menschen. Auch er dankte der EAM-Stiftung und erinnerte daran, dass sich der Integrative Wohnpark III auf einem ehemaligen Gelände der EAM befindet. Die Stadt hat dieses gekauft und der SHK in Erbpacht zur Verfügung gestellt.

Karolin Hildmann und Michael Becker von der Geschäftsführung der SHK Service gGmbh erläuterten die technische Ausstattung der Wohnungen. Viele Funktionen können über Sprache gesteuert werden, Hängeschränke lassen sich herunterfahren, außerdem kann ein Deckenlift montiert werden, um Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, die bestmögliche Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Eigene Erfahrungen sind ebenfalls in die Planungen eingeflossen, so dass mit den Übergangswohnungen ein einzigartiges Projekt verwirklicht werden konnte.

Auf dem Foto (v.l.): Stefan Erb, Karolin Hildmann, Susanne Simmler, Olaf Kieser sowie (vorne) Uwe Schneider und Michael Becker

Bericht und Foto: Markus Sommerfeld

 

 

Anzeige