In einem Leserbrief beklagt Jörg Hammes die Situation morgens vor der Grundschule Langendiebach und fordert eine stärkere Präsenz der Ordnungspolizei.
Diesen Leserbrief schreibe ich als Vater einer 4-jährigen Tochter, die morgens auf ihrem Weg zur Kita an der Grundschule in Langendiebach vorbeigehen muss. Jeden morgen in der Zeit zwischen 7:30 bis kurz nach 8:00 Uhr ist dort Kampfgebiet.
Der Elterntaxiservice ist am Rollen, Rücksicht ein Fremdwort. Es wird auf Gehwegen gehalten, im Bereich der Fußgängerampel, vor Kreuzungen, auf dem Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) – Regeln gelten nicht mehr, mein Kind zuerst, und bloß keinen Meter laufen, es ist ja hier gefährlich mit den ganzen Autos. Ein Paradoxum mit der Gefahr.
Gelbe Fußgängerampel – noch schnell drüber, „leicht“ rot, egal, die ist ja noch für Fußgänger nicht grün. Stoppschild, Empfehlung, Zebrastreifen, kann man halten, ach egal, geht noch, die Kinder sind ja noch nicht mal zur Hälfte auf der Straße.
Aber es bleibt ja nicht nur bei diesem Verhalten vor der Schule, um selbst nicht durch das Chaos wieder zurückfahren zu müssen, wird auch sehr gerne die Fallbachstraße als „Ausweg“ genutzt, ist ja nicht die schlechteste Idee, aber das dort ein verkehrsberuhigter Bereich ist, stört die wenigstens, von Einfahrt Friedrich-Ebert-Straße bis Kreuzung Raiffeisenstraße. In 10 Sekunden – sind 50m -> macht im Schnitt 18km/h also nur mal kurz 100% + zu schnell, Fußgänger stören auch nicht wirklich, 10cm Abstand reichen völlig aus.
Wenn man die Eltern höflich auf die Situation, die sie verursachen, hinweisen möchte, wird man eher unflätig beleidigt, als dass Einsicht gezeigt wird, ICH-Denken in Perfektion .
Einzelfälle? Leider nicht, jeden Tag das gleiche wenn Schule ist – mal mehr, mal weniger extrem. Ich konnte im Januar den Vergleich ziehen, wo die Kita geöffnet hatte aber noch Schulferien waren: es sind die Eltern-Taxis.
Warum dieser Leserbrief? Weil die Stadt nicht reagiert, E-Mails an die Ordnungspolizei bleiben unbeantwortet, das stört mich nicht, wenn es dann wenigstens eine Reaktion in Form von „Präsenz zeigen“ gäbe. Aber leider zu den fraglichen Zeiten keine Mitarbeiter der Stadt dort zu sehen.
Schade, muss erst etwas passieren, bis endlich gehandelt wird – und dann die Aussage, das war uns nicht bewusst…. ?
Ich denke, eine Woche tägliche Präsenz, und die Verkehrsteilnehmer auf ihre Fehler hinzuweisen, würde schon helfen, die Situation dort in akzeptable Bahnen zu lenken. Besonders morgens finde ich die Situation noch schlimmer als nachmittags, weil es noch dunkel ist, alle sind hektischer, aber das eigentliche Fehlverhalten bleibt das gleiche.
Mal sehen ob ein Leserbrief mehr bewirkt als E-Mails an die Stadt.
Jörg Hammes
Erlensee
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