Sanierungsarbeiten an der L 3268 zwischen Bruchköbel und Langendiebach – Erlensee Aktuell hat nachgefragt

(ms/ea) – Im Zusammenhang mit den geplanten Sanierungsarbeiten an der L 3268 zwischen Bruchköbel und Langendiebach gab es zahlreiche Anfragen von Erlensee Aktuell-Lesern, die insbesondere die angekündigte Bauzeit von rund drei Monaten kritisierten. Erlensee Aktuell hat bei Hessen Mobil nach Details gefragt.

Wie Hessen Mobil mitteilt, erfordert die Vorbereitung und Durchführung von Erhaltungsarbeiten im Straßenraum die Beachtung vielfältiger rechtlicher und technischer Vorgaben. Als öffentlicher Bauherr ist die Straßenbauverwaltung allen Anforderungen des Haushalts- und Vergaberechts, des Arbeitsschutzes und der öffentlichen Sicherheit und Ordnung verpflichtet. Die schnellstmögliche Durchführung von Baumaßnahmen bei gleichzeitig größtmöglicher Wirtschaftlichkeit, minimaler Beeinträchtigung des Verkehrsgeschehens und der Berücksichtigung des Schutzes der dort Arbeitenden, stellt insofern eine Herausforderung dar, die in der Realität eine sorgfältige Abwägung und dokumentierte Begründung durch den Bauherrn und von allen Beteiligten Kompromisse erfordert.

Vor diesem Hintergrund ermittelt Hessen Mobil vor jeder Ausschreibung von Baumaßnahmen die einzuhaltende Bauzeit und fixiert diese vertraglich mit der beauftragten Baufirma. Innerhalb dieser Bauzeitvorgabe kann jede beauftragte Baufirma die Bauabwicklung sowohl zeitlich als auch personell entsprechend ihrer betrieblichen Möglichkeiten abwickeln. Diese gewisse Gestaltungsfreiheit für Unternehmen fördert die Wettbewerbsfähigkeit, was sich dann auch in wirtschaftlichen Angeboten widerspiegelt.

Des Weiteren ist Hessen Mobil bemüht, die Bauzeit – soweit möglich – in die verkehrsarme Ferienzeit zu legen. Dies konnte für diese Baumaßnahme realisiert werden. Ein Großteil der Ausführung soll in den Sommerferien erfolgen.

Insgesamt handelt es sich um einen etwa 2,7 km langen Streckenabschnitt, der abgefräst und durch ein neues Asphaltpaket, bestehend aus Asphalttragschicht- und Asphaltdeckschicht, ersetzt muss. Die Kreisverkehrsanlage am Baubeginn bei Bruchköbel wird ebenfalls mit saniert.

Da das Regierungspräsidium die Gesamtstrecke als Bombenabwurfgebiet skizziert hat, finden zunächst aber erst noch Untersuchungen auf Kampfmittelbelastungen statt. Darüber hinaus werden zusätzlich noch tiefergehende Schadstellen punktuell saniert. Weiterhin werden auch umfangreiche Arbeiten an der Straßenentwässerung durchgeführt, bei denen die Leitungssysteme ebenso wie die Schachtanlagen erneuert werden. Anschließend sind die Graben und Bannkettbereiche wieder herzustellen und die Fahrbahnmarkierung aufzubringen.

Die vorhandenen Fahrbahnbreiten der Landesstraße sind nicht ausreichend, um die Arbeiten unter halbseitiger Fahrbahnsperrung durchführen zu können. Hier wären Verkehrsteilnehmer und Straßenbauer vor Ort in Gefahr. Ungeachtet dessen würde die Einrichtung einer Arbeitsstelle mit Baustellenampeln die Bauzeit wesentlich verlängern.

Dementsprechend wird im Vorfeld jeder Baumaßnahme die jeweilige Verkehrsführung immer mit allen Beteiligten abgestimmt (z.B. Gemeinde, Polizei, Verkehrsbehörde, Busunternehmen, Hessen Mobil, etc.). Diese wird dann entsprechend verkehrsrechtlich angeordnet, umgesetzt und abgenommen. Als Umleitungsstrecken dürfen nur solche Strecken ausgewiesen und beschildert werden, welche auch unter Berücksichtigung des zusätzlichen Verkehrs verkehrssicher sind. Auch ein entsprechender Fahrbahnaufbau ist erforderlich, um der Belastung des zusätzlichen Verkehrs, insbesondere durch den Schwerverkehr, standzuhalten. Infolgedessen erfolgt die Umleitung des überörtlichen Verkehrs in der Regel über klassifizierte Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, die im Regelfall diese Umleitungsverkehre ohne größere Maßnahmen auch verkehrssicher aufnehmen können. Auch für die Baumaßnahme an der L 3268 wurde so verfahren und die Verkehrsführung einvernehmlich zwischen allen Beteiligten final festgelegt.

Zusätzlich können die Arbeiten auf dem Streckenabschnitt durchgängig ohne zeitaufwendige Abschnittswechsel in nur in einem Bauabschnitt durchgeführt werden. Damit verringert sich die erforderliche Bauzeit für die Fahrbahnsanierung deutlich und die Arbeiten können in weniger als drei Monaten ausgeführt werden. Hierdurch kann die Umleitungsdauer reduziert und darüber hinaus bereits im Vorfeld eine unter Umständen erforderliche witterungsbedingte Winterunterbrechung mit einer Verlängerung der Umleitungsdauer vermieden werden, wie Hessen Mobil gegenüber Erlensee Aktuell abschließend mitteilt.

Karte: Hessen Mobil

 

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