(pm/ea) – Spaziergänger und Besucher können es live sehen: Am Rande des neuen Limesparks wird neuerdings an Wochentagen gekocht und auf einem Natursofa im Schatten gespielt. Nach nur wenigen Wochen seit der Eröffnung der Naturkita in Erlensee Anfang Mai sind die ersten Projekte im Grünen für alle sichtbar geworden.
In diesen wunderbaren Sommertagen spielt nicht nur die Natur auf ihre schönste Weise mit. Da blüht noch mehr auf: Bei der kreativen Gestaltung des Geländes vor dem Gruppenwagen sind neben den Kindern und den Erzieherinnen auch die Familien aktiv und bringen sich mit ihren Mitteln und Fähigkeiten ein.
„Dieses Projekt ist schon jetzt etwas Besonderes und es zeigt sich, dass der auserwählte Platz am Limespark sehr gut in das Konzept passt. Es wird sichtbar, wie wichtig das Naturerleben für die Förderung der Kinder ist“, sagt dazu Bürgermeister Stefan Erb in einer Pressemitteilung.
In ihrem eigenen Garten haben die Kinder Himbeeren, Brombeeren, Kartoffeln und Tomaten angepflanzt. Eine besonders schöne Matschküche hat Opa Jürgen Kratz aus Paletten gebaut, Papa Marc Seibel hatte die Europaletten gespendet. Opa Jürgen freut sich beim Abholen, dass sein Enkelkind hier rege die Töpfe und Schüsseln füllt, sie auf die „Herdplatten“ setzt und auch mit anderen Kindern als „Küchenchef“ interagiert. Ein anderer Opa erzählt beim Abholtermin, dass er schon nach wenigen Tagen bemerkt hat, wie gut es seiner Enkelin tut, mitten in der Natur den Tag zu verbringen. „Sie hat schon in den ersten Tagen so viel gelernt“, sagt er.

Auf einem schönen Schattenplatz hat die Gruppe ein Sofa gebaut. Hier werden Kreisspiele wie „BelloBello“ gespielt.
Besonders an den heißen Sonnentagen verzieht sich die ganze Gruppe gerne auf ihr selbstgebautes Natursofa im angeschlossenen Wäldchen: Auf den zusammengesteckten Ästen wird gerade das Kreisspiel „BelloBello“ gespielt: Ein Kind schlüpft in die Hunderolle und macht Platz in der Mitte des Kreises. Ein „Knochen“ wird ihm in Form eines Astes auf den Rücken gelegt. Ein anders Kind aus dem Kreis klaut den „Knochen“ und versteckt es hinter seinem Rücken. Alle Kinder halten ihre Hände auf dem Rücken und als Bello den „Diebstahl“ bemerkt, muss er „erschnüffeln“, wer seinen Knochen hat. „Gerade an den heißen Tagen ist dieser Schattenplatz sehr wertvoll und wird von den Kindern sehr gut angenommen“, sagt Erzieherin Diana Traxel. Bis der neue junge Feigenbaum auf dem Vorplatz Schatten spendet, wird es noch einige Jahre dauern.
Einen roten Käfer präsentiert der kleine Gabriel in seiner Handfläche vor dem Tipizelt: Die Punkte auf dem Rücken des kleinen Marienkäfers kann er schon abzählen.
Während die Natur zu dieser Jahreszeit immer üppiger wird, zeigen sich die vielfältigen pädagogische Lehrmöglichkeiten innerhalb einer solchen naturnahen Einrichtung. An dieser Stelle möchte sich die Stadtverwaltung bei allen Spendern und freiwilligen Helfern für die tatkräftige Unterstützung herzlich bedanken.
Auf dem Titelfoto: Hier wird mitten in der Natur in der Matschküche gekocht. Der Handwerker, Opa Jürgen Kratz (im Hintergrund) freut sich mit seinem Enkel über das Projekt.
Fotos: Petra Behr
