Leserbrief: „Stiller Protest gegen die Verschlechterung des Radweges zwischen Erlensee und Langenselbold“

In einem Leserbrief thematisiert Manfred Semmler den „stillen Protest gegen die Verschlechterung des Radweges zwischen Erlensee und Langenselbold“.

Es gab mal einen guten und sicheren Radweg von Erlensee nach Langenselbold. Dann kam der Neubau des Lidl-Zentrallagers. Dort ziert seit kurzem ein stiller Protest das Ausbauende der Otto-Hahn-Straße. Was ist geschehen?

Radfahrer auf dem gut frequentierten Radweg nach Langenselbold müssen nun zuerst die neue Lise-Meitner-Straße überqueren. Immer mehr LKWs benutzen diese Straße auf dem Weg von der Autobahn zum Gewerbegebiet von Langenselbold. Hier ist eine neue Gefahrenstelle geschaffen worden. Der gepflasterte Radweg führt dann entlang des Lidl-Geländes in die Otto-Hahn-Straße. Dort muss die Einfahrt zum Lidl-Zentrallager überquert werden. Künftig wird diese Einfahrt von mehreren hundert LKWs täglich benutzt. Eine weitere Gefahrenstelle ist entstanden.

Künftig soll die Otto-Hahn-Straße unter der Autobahn hindurch nach Langenselbold führen. Dort, wo jetzt noch ein Acker ist, entstehen neue Gewerbeflächen und damit neue LKW-Einfahrten. Auch diese bergen zusätzliche Gefahren für Radfahrer.

Angesichts solch einer Vielzahl neu geschaffener Gefahrenstellen gewinnt man den Eindruck, dass die zuständigen Verkehrsplaner noch nie auf einem Fahrrad gesessen haben. Dabei wäre es so einfach gewesen, einen gefahrenfreien Radweg zu bauen: Einfach einen neuen Radweg auf der westlichen Seite der Lise-Meitner-Straße anlegen bis zur Einmündung der Otto-Hahn-Straße, dort eine Ampel-gesicherte Überquerung der Lise-Meitner-Straße anlegen und dann den Radweg auf der südlichen Seite der Otto-Hahn-Straße weiterführen. Kostet Geld, sichert aber Menschenleben.

Ach ja, die beiden alternativen Verbindungen von Rückingen über den R3 nach Langenselbold zeichnen sich gerade durch Unpassierbarkeit wegen Überflutung und Hochwasserschäden aus.

Manfred Semmler
Erlensee

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