(pm/ea) – Seit 1996 hissen Städte und Gemeinden in Deutschland einmal im Jahr, immer am 10. März, die tibetische Flagge. Grund ist die seit 1950 andauernde Besetzung des Landes und Unterdrückung der Bevölkerung durch China. Auch die Stadt Erlensee beteiligt sich an dieser Aktion und solidarisiert sich so mit den Tibetern.
Dieses Jahr steht die Kampagne unter dem Motto „Wir sehen nicht weg“.
„Auch wir wollen hinsehen und uns solidarisch erklären, denn seit mehr als siebzig Jahren lebt Tibet unter chinesischer Besatzung und den Menschen wird ihr Recht auf Selbstbestimmung verwehrt. Ihr gewaltfreier Widerstand hat unsere Solidarität verdient“, so Bürgermeister Stefan Erb in einer Pressemitteilung.
Nach der Besetzung Tibets durch chinesische Truppen im Jahr 1949 erhob sich am 10. März 1959 die tibetische Bevölkerung gegen die chinesische Besatzungsmacht. Das chinesische Militär schlug den Aufstand blutig nieder. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben, der Dalai Lama musste ins Exil nach Indien fliehen.
Alle Mitwirkenden wollen daran erinnern, dass die chinesischen Truppen vor nun 71 Jahren in Tibet einmarschiert sind. Seither werden Menschenrechte des tibetischen Volkes systematisch verletzt. Über 1000 deutsche Städte und Gemeinden haben in den vergangenen Jahren an dieser Solidaritätsaktion teilgenommen.
Weitere Informationen zur Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“: http://www.tibet-flagge.de
Auf dem Foto: Bürgermeister Stefan Erb und Harald Kling, Fachbereichsleiter „Zentrale Dienste“, hissten vor ihrer Sitzung des Verwaltungsstabs die tibetische Flagge am Rathaus. Die Stadt Erlensee möchte mit diesem äußeren Zeichen als Teil der Initiative ´Flagge zeigen für Tibet!“ ihre Solidarität mit der tibetischen Bevölkerung bekunden.
Foto: PM
