Pegelstände klettern wieder

(pm/ea) – An den innerhessischen Gewässern hat sich die Hochwasserlage weiter entschärft. Durch neue Niederschläge und Schneeschmelze steigen die Wasserstände jedoch aktuell wieder leicht an. Im Laufe des Tages muss laut Mitteilung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie vor allem im Nidda-, Kinzig- und Fuldagebiet mit Überschreitungen der Hochwassermeldestufen gerechnet werden.


Im Fuldagebiet bestehen derzeit keine Meldestufenüberschreitungen. Durch neue Niederschläge und Tauwetter erhöhen sich allerdings bereits wieder die Pegelstände in den Oberläufen.

Auch im Lahngebiet bestehen derzeit keine Meldestufenüberschreitungen. Während im Unterlauf ab Gießen die Wasserstände derzeit noch sinken, steigen sie im Oberlauf und den kleineren Gewässern wegen neuen Niederschläge bereits wieder an.

An der Kinzig sind aktuell die Pegel Gelnhausen und Hanau in der Meldestufe I, leichtes Hochwasser. In Hanau fallen die Wasserstände, in Gelnhausen steigen sie bereits wieder.

Heute Morgen befindet sich der Pegel Windecken/Nidder als einziger innerhessischer Pegel in der Meldestufe II, mittelstarkes Hochwasser, bei gleichbleibender Tendenz. Darüber hinaus befinden sich aktuell die Pegel Rainrod/Nidda (Oberlauf) und Eppstein/Schwarzbach in der Meldestufe I. Durch neue Niederschläge und Tauwetter in den Hochlagen klettern in den Oberläufen die Pegelstände wieder.

Am Rhein in Mainz wurde der Höchststand mit 616 Zentimetern gestern in der Meldestufe II durchschritten. Aktuell verharren die Rheinstände mit 612 Zentimetern in Mainz und 686 Zentimetern in Worms (Stand 7:00 Uhr) auf hohen Niveau.

An den hessischen Mainpegeln sind weiterhin keine Meldestufen erreicht, die Wasserstände verharren auf erhöhtem Niveau.

In der Meldestufe I liegt der Pegel Rockenau am Neckar bei steigender Tendenz.

Durch neue Niederschläge und das anhaltende Tauwetter in den Hochlagen kommt es heute im Laufe des Tages verbreitet wieder zu ansteigenden Wasserständen, vor allem im Nidda-, Kinzig- und Fuldagebiet. Nach den derzeitigen Berechnungen kann dabei an vielen Pegeln wieder die Meldestufe II erreicht werden. Zusätzlich können nach den derzeitigen Prognosen auch an der Werra und im Edergebiet Meldestufen überschritten werden. Die Scheitel, das heißt höchsten Stände bei einem Hochwasser, werden dabei meist im Laufe des Donnerstags erreicht.
Am Rhein wird sich wahrscheinlich ab Donnerstag eine zweite Hochwasserwelle einstellen. Der Pegelstand am Neckar steigt stark an und könnte im Laufe des Tages wieder die Meldestufe II überschreiten.

Aktuelle Messwerte und Hochwasservorhersagen sind laufend aktualisiert unter https://www.hochwasser-hessen.de einzusehen. Soweit verfügbar sind dort auch die Messwerte und Vorhersagen der Nachbarbundesländer verlinkt.

 

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