CDU-Landtagsabgeordneter Heiko Kasseckert kritisiert Hitachi-Entscheidung: „ABB-Standortschließung ist schmerzhaft“

(pm/ea) – Die Ankündigung der Hitachi, den Standort der ABB Power Grids in Hanau-Großauheim zu schließen, stößt auch beim heimischen CDU-Landtagsabgeordneten, Heiko Kasseckert, auf starke Kritik.

Kasseckert sieht in der Entscheidung des Unternehmens, so kurz nach der Übernahme durch Hitachi zum 1. Juli 2020, zumindest ein „Gschmäckle“, dass dies bereits Teil des Deals war und die Beschäftigten darüber im Unklaren gelassen wurden. Vielmehr noch habe man sich mit den Beschäftigten zuvor auf einen strengen Sparkurs vereinbart, wodurch die Beschäftigten einen Teil zur Rentabilität und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beigetragen hatten.

„Genau solche Beispiele, wie die Hitachi-Entscheidung, sind das Gegenteil von der in Deutschland gelebten Sozialpartnerschaft, die wesentlicher Teil unserer erfolgreichen sozialen Marktwirtschaft ist,“ so Kasseckert. Er unterstütze die angekündigten Widerstände des Betriebsrates und der Beschäftigten und hoffe darauf, dass die Verlagerung der rund 500 Arbeitsplätze neu überdacht oder zumindest in eine längerfristige Beibehaltung des Standortes führen wird.

„Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, in der wir an allen Stellen mit Umsatzeinbrüchen, Problemen der Lieferketten und auch der Verschiebung von Märkten innerhalb Europas und international zu kämpfen haben, sind derartige Entscheidungen unverantwortlich.“ Industrie und Wirtschaft haben gerade in dieser Zeit auf die Hilfe des Staates bauen können. Umso mehr seien solche Entscheidungen höchst unsolidarisch, zumal die Personalkosten am Standort Zürich/Schweiz keinen wirklichen Kostenvorteil bieten dürften. Die Beschäftigten am Hanauer Standort haben Leistungsfähigkeit und Innovation bewiesen und haben eine faire Chance verdient, dies auch im neuen Hitachi-Konzern unter Beweis zu stellen, fordert Kasseckert.

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