(pm/ea) – Die Kreiswerke Main-Kinzig betreiben 12 eigene Wasserwerke – eines davon im Erlenseer Stadtteil Rückingen. Damit das Wasser wie gewohnt in einwandfreier Qualität in den Wohnungen aus den Wasserhähnen fließen kann, sorgen täglich Mitarbeiter der Kreiswerke für die Aufbereitung, die Speicherung und die Verteilung des Wassers. Über Details haben jetzt die Kreiswerke in einer Pressemitteilung informiert.
In Deutschland gibt es kein besser kontrolliertes Lebensmittel als das Trinkwasser aus der Leitung! Jedes Wasserversorgungsunternehmen muss entsprechend der gesetzlichen Vorgaben regelmäßig die Qualität des Trinkwassers überprüfen. Die Grundlage hierfür bildet die Trinkwasserverordnung.
Es hat sich in Europa und insbesondere in Deutschland in den letzten Jahrzehnten erwiesen, dass zur Sicherstellung einer hygienisch einwandfreien Trinkwasserversorgung der konsequente Schutz der Trinkwasserressourcen ebenso wichtig ist wie die technisch einwandfreie Gewinnung, Aufbereitung, Speicherung und Verteilung des Trinkwassers in die ordnungsgemäß installierte Hausinstallation der Verbraucher.
Diese 3 Säulen (Ressourcenschutz – Trinkwasserversorgung – Trinkwasserinstallation) werden allgemein als das „Multi-Barrieren-Prinzip“ bezeichnet.
Die erste Barriere beginnt im Einzugsgebiet der Wasservorkommen mit einem konsequenten Schutz durch die sogenannten Wasserschutzgebiete. Hier soll das Grundwasser schon vor dem Eintrag schädlicher Stoffe vor Verunreinigungen geschützt werden. In Erlensee gibt es ein weitreichendes Wasserschutzgebiet, welches in entsprechende Schutzzonen mit entsprechenden Ver- und Geboten eingeteilt wurde.
Die zweite Barriere beginnt mit der Gewinnung des Trinkwassers in den Brunnen des Wasserversorgers, führt über die Wasseraufbereitung bis hin zur Speicherung und Weiterverteilung im Ortsnetz. In Rückingen existiert für die 6 Brunnenanlagen der Kreiswerke neben einer 2-stufigen Filtration auch eine Desinfektionsstufe, die für hygienisch einwandfreies Trinkwasser entsprechend den anerkannten Regeln der Technik sorgt. Die Qualität des Trinkwassers wird durch regelmäßige Wasserbeprobungen sichergestellt, die zudem durch das Gesundheitsamt überwacht werden. Das aufbereitete Trinkwasser wird bis zu seiner Abgabe an die Bevölkerung in 4.000 Kubikmeter großen Becken gespeichert. Als Reservoir dienen die gefüllten Kammern ebenfalls als Löschwasserreserve bei Bränden.
Aus den Behälterkammern wird das Trinkwasser mithilfe von Pumpen in das Ortsnetz und damit zu den Kunden geleitet, in dessen Bereich mit einer fachgerechten Trinkwasserhausinstallation die dritte Barriere komplettiert wird.
Im Schnitt verbrauchen die Bundesbürger 123 Liter pro Kopf und Tag. Besonders im Sommer steigt dieser Verbrauch jedoch erheblich. Gleichzeitig regenerieren sich die Grundwasserreserven aufgrund lang andauernder Trockenheit nur langsam. Und leider füllen sich die Grundwasserstände auch nicht direkt nach einem Regenschauer wieder auf. So benötigt ein Regentropfen einen ganzen Tag, um einen Meter in der Vegetation vorzudringen. Daher liegen auch eine lange Zeit und viel Regen zwischen dem Aufschlag auf den Boden und dem Ankommen im Grundwasser.
In der gegenwärtigen dynamischen Situation um Corona hat es auch für die Kreiswerke Main-Kinzig als Betreiber kritischer Infrastrukturen oberste Priorität, die sichere Versorgung mit Strom und Trinkwasser zu gewährleisten. Aus diesem Grund hat das Unternehmen schon sehr früh vorsorgliche Maßnahmen ergriffen. Dazu zählt etwa, die direkten Kontakte mit und zwischen den Mitarbeiter:innen auf ein Minimum zu reduzieren. Um die Möglichkeit einer Virusverbreitung weiter zu minimieren, wurden zudem feste, kleine Teams gebildet, innerhalb derer auch die Trinkwasser-Fachkräfte agieren. Für die Bevölkerung sind die Gruppen auch und gerade während der Krise im Einsatz und 24 Stunden verfügbar, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der Kreiswerke.
Auf dem Foto: Wasserspeicher im Rückinger Wasserwerk
Foto: Kreiswerke
