(pm/ea) – Für seine besonderen sportlichen Leistungen wurde Patrick Walterscheidt mit der Urkunde der Stadt Erlensee zur Einwohnerehrung samt Plakette in Bronze ausgezeichnet. Diese Anerkennung erhielt er für das Erreichen des dritten Platzes bei den Hessischen Meisterschaften 2019 im Showdown (Tischball). Seit nunmehr zwei Jahren spielt er als Blinder auf internationaler Ebene.
Der 28-jährige Erlenseer hat sich bereits für die Einzelliga in der Division A qualifiziert. Aktuell steht er in der Bundesliga auf dem vierten Platz.
Die Sportart ist für Blinde, Sehbehinderte und auch Sehende. Sie wird, ähnlich wie Tischtennis, auf einer 3,70-Meter-langen Tischplatte gespielt. Die Spieler müssen dabei mit einem länglichen Holzschläger einen Ball in das gegnerische Tor (eine Aussparung mit Netz an den Kopfseiten der Platte) versenken. Dabei sei ein gutes Gefühl für die Geschwindigkeit des Balles und Treffsicherheit sehr wichtig, so Walterscheidt. Die Bälle sind mit kleinen Metallkugeln gefüllt und können bis zu 116 km/h schnell werden.

Patrick Walterscheidt beim Training mit Nicole Kampa
Um der Verletzungsgefahr vorzubeugen tragen alle Spieler Handschuhe an der Spielhand. Zudem tragen alle Spieler eine Dunkelbrille. Die Sportart wird als Vereinssport außer in Erlensee noch in Kassel, Marburg und Frankfurt gespielt. In Erlensee trifft sich die gemischte Vereinsmannschaft rund um Patrick Walterscheidt regelmässig zum Training im Bürgerhaus „Zum neuen Löwen“ in Rückingen. Von den zwölf aktiven Mitgliedern sind drei vollsehend. Der Erlenseer Verein SC Showdown Erlensee spielt derzeit im Rahmen einer Spielgemeinschaft in der 1. Bundesliga. Im kommenden Jahr wird der SC Showdown Erlensee dann eigenständig die Saison bestreiten.
Auf dem Titelfoto: Bürgermeister Stefan Erb überreicht Patrick Walterscheidt die Ehrenurkunde
Fotos: Petra Behr
