Zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl äußert sich Patrizia De Blasio in einem Leserbrief.
Die Bürgermeisterwahl in Erlensee steht vor der Tür und wenn ich durch die Straßen von Erlensee laufe, begegne ich immer wieder den leeren Worthülsen einiger Wahlplakate. Es sind diese Standartsprüche wie „Zeit für neue Politik“, „Erlensee kann so viel mehr“ und „Zeit des Umdenkens“ – wobei letzteres einer Klatschzeitung ähnelt. Nur, welches Programm haben diese Bürgermeisterkandidaten? Dafür habe ich mich auf die Suche machen müssen. Die Flyer sind geprägt von oberflächlichen Aussagen und vielen Fragen. Zum Beispiel die Frage, wie Erlensee in Zukunft aussehen könnte. Ich wähle doch keine Bürgermeisterkandidaten, die mich zum Träumen anregen wollen. Wir brauchen keine Fragen, sondern professionelle Antworten.
Neben den Flyern konnte ich noch in Zeitungsartikeln ein paar Informationen gewinnen. Dabei stelle ich folgendes fest: Wenn Hochzeitalleen, mehr Bäume an den Straßen, Annahmen von Teppichen am Bauhof oder ein zweiter Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz alle Themen sind, die uns in Erlensee bewegen, dann ist in Erlensee eigentlich alles in Ordnung.
Mir stellt sich die Frage, wo bleiben bei manchen Kandidaten die großen Wahlkampfthemen? Welche Ideen haben diese Kandidaten z.B für die Verbesserung von Barrierefreiheit? Auf welche Art und Weise soll die Kinder- und Jugendbetreuung weiterentwickelt werden? Wie sollen die Vereine in Erlensee gefördert werden? Und wie wäre es mit einem Bahnhof in Erlensee? Ein Schienenverkehr wäre sowohl auf lange Sicht gut für die Umwelt, als auch für die flächenhafte Entwicklung sinnvoll.
Ich will keinen zweiten Weihnachtsmarkt oder eine Hochzeitsallee, sondern Antworten auf eine Zukunft, die mich im alltäglichen Leben wesentlich positiv beeinflussen. Lösungsansätze zu vielen Zukunftsthemen sehe ich nur bei dem Kandidaten Stefan Erb.
Patrizia De Blasio
Erlensee
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