Zur Podiumsdiskussion äußert sich CDU-Bürgermeisterkandidat Michael Börner in einem Leserbrief.
Alleine durch die Tatsache, dass es an diesem Abend eine Podiumsdiskussion zur Wahl gab, ist für die vielen interessierten Wähler in Erlensee als Erfolg zu bezeichnen. Vier Kandidaten, zwei Männer, zwei Frauen, sind ein Zeichen für eine funktionierende, demokratische Parteienbasis in der Stadt Erlensee.
Um bei meiner persönlichen Vorstellung die Spannung etwas zu lockern, kam es von meiner Seite zu einem flapsigen „Handyspruch“, der an dieser Stelle allerdings deplaziert und dem Rahmen des Abends nicht würdig war. Das war ein Fehler von meiner Seite und ich muss mich daher von diesem Spruch distanzieren. Ich habe auch keine Angst, diesen Fehler öffentlich zuzugeben.
Die SPD in Erlensee macht übrigens schon seit über 40 Jahren keine Fehler, niemals. Nicht bei der Vergabe von Grundstücken, bei Gewerbeansiedlungen, bei der Planung des Fliegerhorstes, öffentliche Sicherheit, Steuereinnahmen, Schuldenhaushalt, Infrastruktur, Gohlbrücke, Anne-Frank-Strasse, Innenstadtentwicklung, uvm…Hinweise auf derartige Sachverhalte werden als unzulässige Kritik behandelt.
Zu diesem Abend gab es bereits einige Briefe, von dem ich persönlich den Brief von Herrn Däumer hervorheben muss, der hier den parlamentarischen Sachverhalt sehr gut beschrieben hat. In der Tat sind die Mehrheitsverhältnisse ausserhalb eines SPD-Bürgermeisters als nicht gerade einfach zu bezeichnen. Allerdings hat es die anderen Kandidaten auch nicht von einer Kandidatur abgehalten, denn absolut ausschlaggebend bei solch einer Wahl ist nur eine Sache: Das Vertrauen der Wähler.
In diesem Zusammenhang ist es mir noch wichtig zu erwähnen,dass mein Wahlkampf auf einer transparenten Basis beruht. Das bedeutet u.a., meine Handynummer ist für JEDEN im Wahlkampf ersichtlich, auf der Internetseite, Visitenkarten -und eben auch über die Presse nachfragbar, es gehört zu meiner persönlichen, offenen Einstellung, dem jeweiligen evtl.Wähler diese Möglichkeit zu bieten.
Weiterhin kann ich Behauptungen nicht nachvollziehen, dass man anscheinend in Deutschland Verwaltung studiert haben muss, um Bürgermeister zu werden. Damit würden in Deutschland ca. 30-40% der Bürgermeister wegfallen, auch wenn diese gute Arbeit geleistet haben, dieser Vergleich ist nicht statthaft und könnte einigen Kollegen der unmittelbaren Umgebung auch nicht gefallen.
Wir haben eine funktionierende, leistungsfähige Verwaltung in Erlensee mit fast 300 Mitarbeitern. Es ist nicht die Aufgabe des Bürgermeisters ,jede Funktion im Rathaus übernehmen zu können. Die Aufgaben des Bürgermeisters sind u.a. in der HGO genau definiert.
Es ist genau diese süffisante und manchmal auch etwas herablassende Art, die dafür sorgt, dass die SPD in Deutschland seit langer Zeit einen vernünftigen 1.Vorsitzenden sucht – ihn aber nicht findet. Und ob die SPD nach den Wahlen im Herbst in Deutschland überhaupt noch eine Rolle spielen wird, darf bezweifelt werden.
Michael Börner
Erlensee
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