(pm/ea) – Von einem grausigen Fund berichtet die Jägerschaft Langendiebach und Rückingen: Vor kurzem wurde ein Reh von einem Hund bis zu einem Zaun gehetzt und getötet. Danach wurde dem angehenden Muttertier das noch ungeborene Kitz aus dem Leib gerissen und ebenfalls getötet.
Gefunden wurden beide toten Tiere am Dienstag, 16. April, kurz hinter dem Wasserwerk parallel zur Kreisstraße K 854 in Richtung Langenselbold.
„Leider musste die Jägerschaft Langendiebach und Rückingen wieder schrecklichen Erfahrungen ins Auge schauen. Trotz etlicher Schilder, die auf die Brut und Setzzeit hinweisen, lassen viele Hundebesitzer ihren Vierbeinern freien Lauf. Dass hier kein anderes Tier als ein Hund in Frage kommt, ist unstrittig, denn wir haben hier keine Raubtiere in dieser Größe, die so etwas anrichten können“, so Jörg Viel (Jägerschaft Erlensee-Langendiebach) und Uwe Keim (Jägerschaft Erlensee-Rückingen).

Das Reh wurde mit einem Drosselbiss am Träger (Hals) getötet

Das ungeborene Kitz
Beide bitten dringend darum, dass sich etwaige Zeugen beim Erlenseer Ordnungsamt unter 06183-9151-601 oder -602 melden.
Es handelt sich hierbei um Wilderei und einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Der betroffene Hundehalter muss daher mit einer Strafanzeige rechnen.
Unabhängig von diesem Fall wurden darüber hinaus seit Februar allein im Zuständigkeitsbereich der Jägerschaft Erlensee-Langendiebach drei Rehe im Straßenverkehr getötet.
Nach diesem schrecklichen Fund hatten die beiden Jäger gleich den nächsten: An einer Wildfütterung am Bärensee fanden sie einen skelettierten Hund.

Das aufgefundene Hundeskelett
„Hier hat ein Hundebesitzer wohl seinen eigenen Hund mit einer Decke umwickelt und in einem von Wildschweinen gebuddeltem Loch entsorgt“, so die entsetzten Vertreter der beiden Jägerschaften, die auch in diesem Fall um Zeugenaussagen bitten.
Nach Angaben des Ordnungsamtes der Stadt Erlensee wird durch zwei neu eingestellte Kollegen der Ordnungspolizei verstärkt der Feld- und Forstschutz mit unterstützt und es werden künftig bei Missachtung der Schilder für Hundebesitzer Verwarnungs- bzw. Ordnungsgelder verhängt. Dies kann bis hin zur Abgabe des Hundes führen.
Fotos: Privat
