(iz/ea) – Lautes Sirenengeheul über der Gemeinde Ronneburg wies am Montagmorgen auf eine weithin sichtbare weiß-graue Rauchwolke hin, die in in Hüttengesäß den stahlblauen Himmel empor stieg. In der Kirchstraße, direkt gegenüber der Einmündung der Kreuzstraße, stand der Dachstuhl eines kleinen Fachwerkhauses in hellen Flammen.
Die Chefin der gegenüberliegenden Firma, Claudia Arndt, hatte gegen 09.30 Uhr auf dem Nachhauseweg den aus dem Dach aufsteigenden Rauch gesehen und sofort die anwesenden Firmenmitarbeiter alarmiert. Die Männer rannten sofort los, um nach dem im Fachwerkhaus lebenden älteren Ehepaar zu schauen.
„Die Frau trafen wir schon draußen im Hof an“, berichtete Sven Teufel, einer der Mitarbeiter. “Sie sagte, ihr Mann wäre noch im Obergeschoss. Also schauten wir dort sofort nach und holten ihn nach unten ins Freie.“
Die alarmierten Feuerwehren von Ronneburg, Langenselbold sowie Niedergründau und Hanau hatten alle Hände voll zu tun, den Brand zu bekämpfen und ein Übergreifen auf ein direkt angrenzendes Scheunengebäude zu verhindern. Bei den Löscharbeiten außen am Dachstuhl wurde auch die Drehleiter der Langenselbolder Feuerwehr eingesetzt.

Schlussendlich wurde der gesamte Dachstuhl des eingeschossigen Hauses ein Raub der Flammen. Wie hoch der Schaden durch das eingesetzte Löschwasser sein wird, ist noch nicht abzuschätzen, könnte aber aufgrund der Fachwerk-Bauweise des Hauses recht hoch liegen.

Verletzt wurde durch das Feuer niemand; auch beim Einsatz der Feuerwehr, die mit mehr als fünfzig Kräften vor Ort im Einsatz war, kam niemand zu Schaden.
Bürgermeister Andreas Hofmann war selbst vor Ort und machte sich ein Bild von der Einsatzlage sowie dem Schaden am Haus und erkundigte sich nach dem Befinden der Bewohner. Das schon hochbetagte Ehepaar, das bislang in dem kleinen Haus gewohnt hatte, wurde zunächst zur Firma Arndt gebracht und betreut. „Für die beiden älteren Herrschaften ist es natürlich ein Katastrophe, in ihrem Alter noch so etwas erleben zu müssen“; meinte einer der Anwohner, zeigte sich aber erleichtert, dass beide unverletzt geblieben waren. „Wäre das Feuer in der Nacht ausgebrochen und zunächst unbemerkt geblieben, hätte das Ganze viel, viel schlimmer ausgehen können.“
Die Gründe, warum das Feuer im Dach des schon recht alten Fachwerkhauses ausgebrochen ist, sind derzeit noch völlig unklar. Nähere Einzelheiten zur Brandursache sind erst zu erwarten, wenn die Spezialisten der Hanauer Kripo das Gebäude betreten und genau in Augenschein nehmen können.
Fotos: Ingbert Zacharias
