(pm/ea) – Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt haben am Donnerstag mit Unterstützung des Polizeipräsidiums Südosthessen einen 49-jährigen Mann aus dem Main-Kinzig-Kreis wegen des schweren sexuellen Missbrauch seiner 9-jährigen Tochter festgenommen.
Der 49-jährige deutsche Staatsangehörige steht im Verdacht, im Jahr 2018 seine 9-jährige Tochter mehrfach schwer sexuell missbraucht und Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs über eine US-amerikanische Chatplattform Dritten zugänglich gemacht zu haben.
Die Aufnahme der Ermittlungen erfolgte aufgrund von zwei Hinweisen auf den sexuellen Missbrauch eines Kindes durch einen unbekannten, mutmaßlich deutschen Verdächtigen. Nachdem die vorgeschalteten polizeilichen Ermittlungen sowie Auswertungen des Hinweismaterials ergebnislos verlaufen waren, jedoch Anhaltspunkte
auf einen Tatort in Hessen ergeben hatten, leitete die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main im November 2018 eine hessenweite zielgruppenorientierte Öffentlichkeitsfahndung an Schulen ein.
Im Zuge dieser vom Bundeskriminalamt koordinierten sogenannten „Schulfahndung“ wurden Lehrkräften an Grundschulen nichtpornografische Lichtbilder der Geschädigten vorgelegt. Der Hinweis einer Lehrkraft führte schließlich zur eindeutigen Identifizierung des Opferkindes und nachfolgend des Beschuldigten.
Im Zuge der Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten konnten zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer und Datenträger aufgefunden und sichergestellt werden.
Der Beschuldigte wurde am Freitag der Haftrichterin am Amtsgericht Gießen vorgeführt, die gegen ihn die Untersuchungshaft angeordnet hat.
Der aktuelle Ermittlungserfolg verdeutlicht, wie wichtig das Instrument der zielgruppenorientierten Öffentlichkeitfahndung in Form der „Schulfahndung“ bei der Identifizierung von Opfern sexuellen Missbrauchs und der Ermittlung von Tatverdächtigen ist.
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt bedanken sich bei allen im Rahmen der Schulfahndung beteiligten Lehrerinnen und Lehrern für die geleistete Unterstützung.
