(ms/ea) – Am Montagmorgen legten Innenminister Peter Beuth und Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms den Grundstein für das neue Polizeipräsidium Südosthessen in Offenbach. An der Zeremonie nahmen zahlreiche Gäste, darunter landes- und bundespolitische Mandatsträger sowie hochrangige Vertreter der hessischen Polizei teil.

Polizeipräsident Roland Ullmann konnte zu Beginn der Veranstaltung neben Innenminister Peter Beuth und Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms auch Abgeordnete des Bundestags sowie hessische Landtagsabgeordnete begrüßen sowie Landespolizeipräsident Udo Münch neben vielen weiteren hochrangigen Vertretern der Polizei.

Er sprach einen großen Dank an die Hessische Landesregierung aus, die die Rahmenbedingungen für diesen Neubau geschaffen hat, der die optimalen Voraussetzungen bietet, Sicherheit und Bürgernähe zu gewähren.
Das neue Präsidium sei ein Leuchtturmprojekt, welche höchste Ansprüche an Sicherheit und Technik stelle und architektonisch anspruchsvoll sei.

Innenminister Peter Beuth betonte, dass die Mitarbeiter mit dem Neubau des Präsidiums ihre erfolgreiche Arbeit zukünftig in einem angemessenen Umfeld tätigen können. Mit einer Nutzungsfläche von 35.700 m² verfügen sie dann über genügend Raum und hochwertige Büroausstattung. Dazu kommen kurze Anfahrtswege und eine schnelle Erreichbarkeit.
„Mit der Grundsteinlegung beginnt eine neue Ära in der Geschichte des Polizeipräsidiums Südosthessen“, so Innenminister Peter Beuth.

Finanzstaatsekretär Dr. Martin Worms informierte, dass die Baukosten in Höhe von rund 162 Millionen Euro die Goldbeck Public Partner GmbH aus Bielefeld als privater Investor trage. Die Verträge und damit der Beginn der 30-jährigen Zusammenarbeit zwischen dem Land Hessen und dem Investor wurden Ende 2017 unterzeichnet. Die langfristig angelegte Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP). In einem EU-weiten Wettbewerbsverfahren konnte sich sich die Goldbeck Public Partner GmbH mit der wirtschaftlichsten Gesamtlösung durchsetzen.
Dr. Martin Worms wies darauf hin, dass eine ÖPP-Lösung allein das Ergebnis einer genauen Gesamtrechnung sei und für jedes Projekt einzeln genau geprüft werden müsse.

Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider, der in wenigen Tagen in den Ruhestand gehen wird, sprach seinen Dank für die Auswahl des Standorts in Offenbach aus. Er sieht große Entwicklungschancen der jetzt noch von der Polizei genutzten Standorte, unter anderem soll der Standort des alten Polizeipräsidiums als Schule und Kita genutzt werden.
Seiner Meinung nach werde sich das ohnehin gute subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger noch einmal erhöhen.

Der Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Thomas Platte, ging in seiner Begrüßungsrede auf die lange Vorverhandlungsphase ein, in der LBIH als Projektleiter darauf achten musste, dass der Wettbewerb unter gleichen Bedingungen abläuft. Aus diesem Verfahren habe sich schließlich mit der Goldbeck Public Partner GmbH der beste Anbieter durchsetzen können. Er dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit während der gesamten Planungsphase und erklärte abschließend die Symbolik der drei Hammerschläge bei der Grundsteinlegung. Der erste für ein gutes Fundament, der zweite für Planer und Handwerker, der dritte für ein unfallfreies Haus.

Dr. Andreas Iding, Geschäftsführer der Goldbeck Public Partner GmbH, zeigte sich erfreut, dass der freie Markt solche Projekte im Rahmen eines ÖPP anbieten könne. Er verwies darauf, dass sich das wirtschaftliche Ergebnis über den gesamten Lebenszyklus optimiere. Das gewählte Verfahren biete zudem dem Land Hessen Planungssicherheit.
Das Gebäude soll im April 2021 fertiggestellt sein und dann jetzt in Offenbach verteilte Dienststellen unter einem Dach zusammenführen. 900 Polizeibeamte in 50 Organisationseinheiten werden künftig dort arbeiten.

Befüllung der Zeitkapsel
Auf dem Titelfoto: Versenkung der Zeitkapsel im Grundstein
Fotos: Markus Sommerfeld
