John Ennin aus Erlensee vier Tage lang in der Rolle eines Bundestagsabgeordneten

(pm/ea) – Was macht ein Bundestagsabgeordneter den ganzen Tag? Was passiert in den Ausschusssitzungen? Diese und viele andere neue Erfahrungen durften die 355 Teilnehmer der Veranstaltung „Jugend und Parlament“ im Deutschen Bundestag in Berlin sammeln, darunter der 19-jährige John Ennin aus Erlensee.

Vier Tage lang schlüpften die Teilnehmer im Alter von 17 bis 20 Jahren in die Rollen von Abgeordneten. Die Jugendlichen aus ganz Deutschland lernten dabei die Arbeit der Parlamentarier kennen – in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Bei der abschließenden Debatte traten 48 Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Zur Debatte standen in diesem Jahr Entwürfe zu chancengleichen Bewerbungen, zur Einführung von Pfand auf Kaffeebechern, zur Einführung von
Elementen direkter Demokratie sowie zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien.

Die Sitzungsleitung der beiden Plenarsitzungen lag dabei in den Händen der „echten“ Bundestagsvize-Präsidenten Thomas Oppermann (SPD), Petra Pau (Die Linke), Wolfgang Kubicki (FDP) und Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), deren Kollege Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte die Jugendlichen zuvor willkommen geheißen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sprach das Schlusswort.

Im Anschluss an die Veranstaltung diskutierten die Teilnehmer mit Spitzenvertretern aller Fraktionen unter der Moderation von Thomas Baumann (ARD Hauptstadtstudio) wie realitätsnah „Jugend und Parlament“ den politischen Alltag tatsächlich abbildet. „Ich freue mich sehr, dass in diesem Jahr mit John Ennin wieder ein Teilnehmer aus meinem Wahlkreis bei ‚Jugend und Parlament‘ dabei war. Das Planspiel gewährt den Jugendlichen lebendige Einblicke, wie Politik in unserem Land in der Praxis gemacht wird. Gemäß dem Motto ‚Grau ist alle Theorie‘ trägt die Veranstaltung aus meiner Sichtdazu bei, junge Menschen für das Thema Politik zu begeistern. Und genau das brauchen wir in politisch bewegten Zeiten wie diesen: Junge Leute, die sich für ihre Themen und die Zukunft unseres Landes einsetzen“, betont Katja Leikert.

Foto: PM

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